Weltreise Planung mit eigenem Fahrzeug

Die Todo Liste nach der Weltreise Generalprobe

Nach unserer Weltreise Generalprobe können wir ein letztes Fazit ziehen. Vieles funktioniert schon richtig gut. Claudia und ich finden unsere Rollen bei der Planung und Durchführung des Reisealltags. Die Diagnose von Fehlern läuft auch schon recht rund. Unsere neue Matratze ist der Hammer, die Foxwing lohnt sich und das Kochen mit Dutch-Oven und Muurikka wird immer mehr Routine.
Um unser Leben auf der Straße noch etwas angenehmer zu machen und das Reisemobil in einen guten Zustand zu versetzen gibt es aber dennoch noch einiges zu tun.

Update Innenausbau

Wir benötigen ein Update unseres Innenausbaus! Das Notbett muss endlich eingebaut werden, damit wir im Reisemobil schlafen können, ohne das Dach aufklappen zu müssen. Manchmal fühlt man sich hinter festen Wänden doch ein wenig wohler. Damit wir mehr Platz im Innenraum haben, muss der Werkzeugkasten einen neuen Platz finden. Heute steht dieser im Mittelgang und braucht unnötig viel Platz. Wir werden unter der Kühlbox noch ein Fach bauen, damit wir den Werkzeugkasten dort unterbekommen. Unser großer Schrank bekommt noch eine Rückwand, damit wir nicht Sachen dahinter verlieren, wie zum Beispiel Claudias Verlobungskette (wir haben sie wiedergefunden!). Um noch etwas mehr Stauraum zu bekommen, möchten wir noch kleinere Kisten auf dem Schrank verzurren können.

Standheizungsupgrade

Unsere Standheizung … ist eine alte Eberspächer D1LC ohne Höhenkit, die an der falschen Stelle verbaut ist. Da werden wir nochmal im Detail evaluieren müssen, ob eine neue mit Höhenkit herkommt, damit wir auch auf über 4000 Höhenmetern noch gewärmt werden können oder ob wir der alten Heizung noch ein paar Jahre vertrauen!
Aktuell tendieren wir eher zur neuen Standheizung.

Mein Erzfeind – die Elektrik

Auch die Elektrik muss nochmal generalüberholt werden. Ein LED-Balken wird für bessere Sicht nach Vorne verbaut, innen fehlt auch noch LED Licht. Schalter und Ladeoptionen für unsere elektrischen Geräte müssen ebenfalls nochmals überdacht werden. Damit wir auch wirklich genug Strom haben, denken wir gerade über ein zweites Solarpanel nach. Ein zweiter Laderegler für Landstrom ist ebenfalls im Gespräch, jedoch sträubt es mich noch, das System zu komplex zu machen. Die Elektrik-Verteiler liegen heute da, wo zukünftig die Standheizung sein soll. Das heißt, wir benötigen einen neuen Platz für die Elektrik – das wird vermutlich hinter dem Beifahrersitz montiert.

Das Geschäft … muss auch erledigt werden

Um auch in der Stadt mal stehen zu können, benötigen wir ein Klo im Reisemobil. Nur haben wir eigentlich keinen Platz mehr. Also kommt ein Klappklo her. Nicht schön, nicht wirklich nachhaltig, aber im Notfall unabdingbar.
Klappklo
Klappklo – nicht schön, aber notwendig!

Der Kocher

Das Kochen mit Diesel ist irgendwie nicht so einfach, wie wir uns das gedacht haben. Der Kocher (Primus Omnifuel) verrusst schnell, wir brauchen sehr lange bis der Kocher tatsächlich angeht und dann verliert das System auch noch irgendwo Druck. Wir sind nicht ganz zufrieden. Daher werden wir das mit dem Diesel definitiv sein lassen und den Kocher das nächste mal mit Benzin betreiben. Wenn das auch Mist ist, werden wir uns nach Alternativen umsehen müssen. Eine nachfüllbare Gasflasche wäre natürlich perfekt, allerdings brauchen wir für diese Gasflasche Platz, viel neues Verständnis und auch noch einmal eine Stange Geld. Mal sehen, was wir da tatsächlich machen.

Wir haben zunächst ein Ersatzteilset besorgt und werden nun mit Benzin experimentieren. Mal sehen was dabei herauskommt. Im Globetrotter in München hat man mir einen tollen Tipp gegeben, wie wir den Kocher mit verschiedenen Gas-Systemen verwenden können. Das werde ich mir von Primus bestätigen lassen und dann bekommt ihr hier auch Bescheid!

Die Technik

Zu guter Letzt muss die Technik vom Land Rover vor der Reise durchgecheckt werden. Eine komplette Wartung steht an, ein erneuter Unterbodenschutz, das Wechseln aller Flüssigkeiten, Zahnriemen, Keilriemen, Wasserpumpe, Bremsen, das Abdichten einiger Leckagen, das Prüfen des Ventilspiels, die Kontrolle aller Radlager und der Kreuzgelenke, der Einbau eines neuen Lenkungsdämpfers und der neue Kugelkopf am Lenkstockhebel. Vermutlich machen wir auch noch die Kupplung neu!
All diesen Arbeiten widme ich mich nun erst nach unserer Hochzeit, da die letzten Wochen dazu einfach keine Zeit war . Da sind mal wieder leider einige Themen dabei, die ich fachlich nicht alleine kann oder das richtige Werkzeug nicht vorhanden ist. Aber wir werden uns durchbeißen. Mein Ziel ist es, bis Ende Januar mit dem Fahrzeug fertig zu sein, damit wir uns auf die Wohnungsauflösung konzentrieren können.
Ganz realistisch gesehen wird das Auto aber am 31.03.2017 immer noch nicht fertig sein. Dann wird der Rest unterwegs fertigwerden oder so bleiben.

Ersatzteile

Wie bisher immer, hatten wir trotz vieler Ersatzteile natürlich nicht die richtigen dabei. Daher werden wir unsere Ersatzteile nochmal massiv zu reduzieren. Wir werden Pakete vorpacken, die wir unserer Familie geben. Wenn wir tatsächlich ein Teil benötigen und es schon besitzen, bitten wir unsere Familie, uns das korrekte Paket zuzusenden. Improvisationsmaterial wie Panzertape, Kabelbinder, Schläuche, Werkzeug, Dichtmasse, Reifenreparaturmaterial usw. wird jedoch eingepackt.
Mit all diesen Anpassungen ist unser Reisemobil dann hoffentlich als Zuhause für mehrere Jahre fertig. Manchmal hätten wir gerne einen VW-Bus mit festem Hochdach, wo alles einfacher seinen Platz findet und vor allem mehr Platz zum Leben im Fahrzeug ist. Mit der Foxwing können wir uns immerhin bei schlechtem Wetter etwas ausbreiten.
Die Geländegängigkeit eines Defenders ist natürlich weiterhin toll, mit etwas mehr würden wir aber vermutlich auch zurecht kommen. Wir lieben unseren Calimero trotz all seiner Schwächen.
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