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Das erste Bild von Oben – unsere DJI Mavic Pro

Wir haben es getan, wir haben eine Drohne gekauft. Genauer gesagt  haben wir uns die DJI Mavic Pro Drohne gekauft. Wir haben uns auf dem ersten Teil der Reise nicht getraut eine Drohne an Bord zu haben. Länder wie China, Iran, Indien und auch Uzbekistan oder Turkmenistan sind Länder, in denen der Verdacht der Spionage schnell ausgesprochen wird, wenn man mit der Drohne erwischt wird. Schlimmer noch, wir wissen von Vorfällen an der usbekischen Grenze, dass jemand seine Drohne entweder abgibt oder für immer zerstört. Der Eigentümer hat die Wahl getroffen, die Drohne vor den Augen der Grenzbeamten zu zerstören. Es gibt aber auch genug Reisende, die damit keine Probleme hatten.

Dieser Faktor der vielen Grenzübergänge und der Drohnen-aversen Regierungen haben wir mit der Verschiffung nach Nordamerika hinter uns gelassen. Wir möchten Calimero endlich von oben fotografieren und unsere Videoaufnahmen ein bisschen aufpeppen. Der Perspektivwechsel ist enorm und kann mit unendlichen Stunden Youtube-Material bewiesen werden.

Unser DJI Mavic Pro haben wir in Halifax am Tag unserer Abfahrt mit Calimero gekauft. Seitdem windet es stark und die Temperaturen sind so eisig, dass unsere Fahrzeugbatterie ein wenig kämpft. Daher haben wir sie erst nach einer Woche das erste mal ausgepackt. Die Drohne war schnell aufgeklappt, der Controller auch schnell geladen. Kurz darauf konnten wir aber bereits wieder zusammenklappen, denn hätten wir die Anleitung gelesen, hätten wir gewusst, dass wir eine App brauchen. Die haben wir nicht! Internet haben wir, nämlich gerade nicht. Also laden wir am folgenden Tag in einem Café die App herunter.

In der Zwischenzeit fahren wir bis nach Brier Island und kommen wieder in eine Starkwindphase. Long Island und Brier Island sind wundervoll und wir genießen jeden Augenblick, auch wenn es kalt bleibt und windet.

Auf Long Island steht der berühmte “Balancing Rock” ein Stein der augenscheinlich nur auf einem kleinen Vorsprung balanciert. Wir wandern auf Brier Island und freuen uns auf den angesagten Frühlingsanfang in ein paar Tagen.

Als der Wind nachlässt, starten wir einen zweiten Versuch. Wir laden alle Battieren, klappen die Drohne auf, verbinden Handy und Fernbedienung. Doch auch diesmal klappen wir direkt wieder zusammen. Ich muss mich (natürlich im Internet) anmelden. Wer hätte das nur gedacht. Aber macht ja nichts, wir haben Zeit. So melden wir uns im nächsten Café an und fahren weiter in den Kejimekujik Nationalpark. In den Nationalparks ist fliegen verboten und daher bleibt die Drohne schön im Gepäck. Die Wanderwege im Kejimekujik Nationalpark sind schön, aber leider oft abrupt beendet. Die Brücken, die über die Flüsse führen sind zum Großteil schwimmende Brücken und über den Winter abgebaut. Trotzdem entdecken wir hier viel und laufen erste Spuren in den Schnee.

Über eine große Runde fahren wir zurück ans Meer.  Bei einem Zwischenstopp an einem wundervollen See, dem Springfield Lake, ergeben sich endlich die perfekten Bedingungen.

lake springfield nova scotia

Wieder laden wir die Batterien (die Kälte zieht die Akkus leer), stecken alles an und starten. Die DJI Mavic Pro startet, die Fernbedienung startet und auch die App. Nach einer Millisekunde der Flugbereitschaft, bricht aber wieder alles ab. Wir müssen die Drohne über die App erst aktivieren. Die ersten Schritte dazu funktionieren einwandfrei. Für den letzten Schritt müssen wir aber wieder Online sein.

So ein Mist. Da ist man Informatiker und schafft nicht mal den Erstflug. So fahren wir weiter und finden ein nettes Café am Straßenrand. Hier können wir nun endlich unsere Drohne mit Internet nutzen. Also wird erneut alles ausgepackt (geladen ist diesmal alles). Wir aktivieren die Drohne bei DJI, wir machen ein Firmware Update und laden die No-Fly-Zones herunter. Das ist wirklich gut, denn die Drohne startet erst gar nicht in den No-Fly-Zones wie zum Beispiel in der Nähe von Flughäfen.

Als endlich alles heruntergeladen und installiert ist möchte ich die Drohne starten um wenigstens einmal einen Meter geflogen zu sein. Tja … aber wir befinden uns wohl gerade in einer No-Fly-Zone. Im Umfeld scheint es einen Sportflugplatz zu geben.

Am gleichen Abend noch landen wir in Halls Harbor,  einem kleinen verschlafenen Fischerdörfchen in der Bay of Fundy. Der Ort ist für den Hafen bekannt, der bei Ebbe komplett leer läuft. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut liegt hier bei bis zu 16 Metern. Am Abend können wir noch die Ebbe fotografieren und nehmen uns am folgenden Tag die Flut vor.

Halls Harbor bei Ebbe
Halls Harbor bei Flut

Die Bedingungen sind nicht optimal, aber wir starten einen letzten Versuch für den Tag. Zack, dat Ding fliegt – und das auch noch wirklich einfach. Die Steuerung ist wirklich simpel. Die Feinheiten kommen mit den erweiterten Funktionalitäten, die wir nun nach und nach testen wollen. Was von unten eher ein schäbiger Stellplatz ist (direkt neben dem geschippten Schneematsch), sieht von oben viel cooler aus.

So verabschieden wir uns in diesem Beitrag mit unserem ersten Bild von oben und freuen uns auf viele weitere Eindrücke aus der Welt der Lüfte. Vor allem könnt ihr jetzt Calimero aus noch mehr Winkeln betrachten! Wir halten dich auf dem Laufenden, wie wir mit unserer DJI Mavic Pro zurechtkommen.

dji mavic pro - erstes Bild
Das erste Bild von oben – mit der DJI Mavic Pro

Wenn du genauer wissen willst, was wir gekauft haben, schau doch mal hier!

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3 comments

  1. Cool, nur wo packt Ihr nur das ganze Zeug hin? Und nu auch noch die Drohne. Dachte, Euer Calimero ist kleiner als unser Expedi 🙂
    Liebe Grüße Petra und Klaus

    1. Jaaaa – das ist immer unser kleines Problem! Vor allem, wo soll denn der Hund noch hin? 😉 Wir haben in Indien nochmal ein bisschen abgespeckt und haben ein paar Sachen dort gelassen. Außerdem ist der zweite Ersatzreifen hin und da wir hier in Nordamerika deutlich besser neue Reifen finden, haben wir wieder etwas Platz auf dem Dach. Das gute ist ja, die Mavic ist eine wirklich sehr kleine Drohne vom Packmaß her.

      Also noch können wir einladen! Liebe Grüße von der kanadischen Raststätte,

      Claudia und Bernd

  2. Hallo Bernd und Claudia,
    da können wir uns ja auf supertolle Aufnahmen freuen – viel Spaß mit dem neuen “Spielzeug” 🙂
    Wird es bei euch auch endlich warm? – hier in Bayern hatten wir bis Sonntag noch Schnee und Dauerkälte … und seit Montag sitzen wir bei 20 Grad auf der Terrasse. Der Frühling scheint wieder mal auszufallen und der Winter geht direkt in den Sommer über. Das hieß es mal von Kanada …. und jetzt ist es hier auch so, verrückte Welt.

    Genießt eure Weiterreise – ich freue mich schon sehr auf viele neue Berichte.

    GlG. Maresa

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