IranWeltreise Tagebuch

Durch die Wüste nach Yazd

Im Reiseführer haben wir von einer schönen Oase in der Wüste gelesen. Ein kleines Dorf namens Garmeh soll direkt an dieser Oase liegen. Camping sei dort kein Problem, es gibt Wasser und der Flair der Dattelpalmen soll bezaubernd sein.

Das ist uns einen großen Umweg wert. Wir fahren von Isfahan nach Osten und gelangen in das Städtchen Na’in. Dort bekommt Calimero seinen ersten Ölwechsel. Eigentlich würden wir gerne 15W40 einfüllen, es scheint aber überall nur 10W40 oder 20W40 zu geben. Wir entscheiden uns nach kurzer Rücksprache mit Deutschland für 10W40.

Calli passt gerade so über die Bühne, ohne das Glasfenster der Werkstatt einzureißen. Der Ölwechsel ist sehr schnell erledigt. Leider schaut der nette Herr nur sehr ungefähr auf die Einfüllmenge und Schwupps haben wir ein bisschen mehr Öl im Motor, als es sein sollte. Aber nur ein kleines Bisschen. Da er derzeit sowieso einen größeren Ölverlust an den Tag legt (Irgendwo über der Bremsservo-Unterdruckpumpe) schadet das nicht. 21 Euro hat der Spaß gekostet, den Ölfilter hatte ich bereits dabei.

Der Ölwechselmeister in Na’in
Ganz knapp passen wir über die Grube.

Wir fahren weiter in die Wüste und übernachten beinahe unsichtbar zwischen Sanddünen. Die Sonne brutzelt uns am nächsten morgen sehr früh aus dem Bett. Ein heißer Tag kündigt sich an. Wir fahren abwechselnd über Piste und Asphalt bis nach Garmeh. Dort kommen wir bereits um 13:00 Uhr an und stellen fest, dass wir nur ein Plätzchen mitten in der Sonne bekommen. Also kühlen wir uns an der Quelle mit lauwarmen Wasser ordentlich ab und düsen weiter.

Endlose Straßen führen uns durch die Wüste
Eine kleine Oase in der Wüste.
Einmal abkühlen bitte!
Wenn sich jemand beschwert. Die Iraner waschen hier ihr Auto. Wir zerstören also kein Trinkwasser. 😉
So … für die nächsten 20 Minuten bin ich nass. Der heiße Wind wird mich aber in Null-Komma-Nix trocknen

Diesmal übernachten wir in einer verlassenen Karawanserei. Wir sind den ganzen Nachmittag ungestört und verbringen die Zeit im Schatten. Es ist trotzdem sehr heiß. Als die Sonne dann untergeht, möchten wir beide schnell duschen. Claudia ist gerade fertig, ich schon … sagen wir … ohne Klamotten, als auf einmal ein Motorrad vor der Karawanserei hält.

Claudia ist noch nicht angezogen im Auto, ich stehe im Adamskostüm neben dem Auto. Klasse. Ich ducke mich schnell weg und ziehe mir fix was über um die netten Herrschaften zu begrüßen. Es kommt ein zweites Motorrad und eine kleine Familie steigt davon ab. Sie sprechen kurz mit uns, wollen eine Echse mit einem Stein verjagen und verschwinden auch schon wieder. Nicht ohne uns zu sagen, dass entweder

  1. Das Militär direkt daneben ist … oder
  2. Unser Auto wie ein Militärauto aussieht

Wir bleiben verwirrt zurück und verbringen einen ruhigen Abend ohne weiteren Besuch in der alten Karawanserei … es taucht natürlich kein Militär auf.

Mittagspause im Eingang. Der Wind ist so heiß, dass wir uns in die Kammern rechts im Bild verziehen. Dort ist die Temperatur auszuhalten.
Direkt neben der verlassenen Karawanserei gab es viele Ruinen, unter anderem diese Burg.
6

2 comments

  1. Hi.i saw you in road.
    I love to know your email.

    1. I have sent you an email with our contact information!

      Cheers,
      Bernd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*