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Eine Reise ohne Klo?

„Wie macht ihr das mit dem Klo?“ Das ist die Frage, auf die es oftmals zurückkommt, wenn man andere Overlander trifft. Das kleine und das große Geschäft zu erledigen ist für Overlander im kleinen Offroader, auf dem Motorrad oder dem Fahrrad immer ein Thema. Jeden Tag muss man sich seine Örtlichkeiten neu suchen, je weiter man sich von Deutschland nach Südosten entfernt, desto gruseliger werden die Erfahrungen auf den Toiletten dieser Welt.

Tatsächlich fallen die Gespräche auf Reisen auch immer wieder auf das notdürftige Thema zurück. “Boah, ich hatte 10 Tage Durchfall in Tadschikistan!” oder “Ja, mich hat es damit in Usbekistan erwischt!” hört man doch immer wieder.

Unser Land Rover hätte, wenn wir es eingeplant hätten, Platz für ein kleines Porta Potti gehabt. Da unser Konzept aber auch ein Wohnzimmer im Fahrzeug vorsieht, hätte dieses (für uns) einfach zu viel Platz weg genommen. Motorradfahrer fahren auch ohne Klo um die Welt, also wird das bei uns auch gehen, haben wir uns gedacht. 

In Europa ging das wundervoll ohne Toilette. Wir haben oftmals in Cafés halt gemacht, einen Kaffee getrunken, WLAN und das Klo genutzt. Ab der Türkei wurde das immer schwieriger, denn es war außerhalb der Touristengebiete nicht sehr schön, die Toiletten im Café zu nutzen.

Von da an haben wir uns immer weiter darauf verlegt, die liebe Natur zu nutzen. Das funktioniert auch einwandfrei, sofern man Natur um sich herum hat und nicht gerade mitten in der Stadt ist.

Blöd wird es ohne Klo erst dann, wenn man in einer Stadt steht, es mitten in der Nacht ist, und man das Abendessen nicht vertragen hat. Wenn dann kein öffentliches Klo in der Nähe ist, ist man ziemlich aufgeschmissen.

Für diesen Fall haben wir unser Notfallklo dabei. Im Prinzip ist das ein Klappstuhl mit Klobrille, äußerst bequem. Das Geschäft wird in einen Biologisch abbaubaren Sack verrichtet und so schnell wie möglich danach entsorgt. Verstaut wird das Klo in unserer Dachbox. 

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Das Notfallklo passt genau in den Mittelgang – es muss nur eine Tüte eingelegt werden

Das wundervolle an diesem Klo ist aber, dass man es auch einfach OHNE Tüte nutzen kann. So wird die Outdoor-Toilette gleich viel angenehmer. Es hat etwas rituelles, seinen Thron mitten in der Wildnis aufzustellen, und gemütlich das notwendige zu erledigen, ohne auf Gleichgewicht und Co. zu achten.

Nichts für den hartgesottenen Outdoor-Freak … aber dennoch genial!

Tatsächlich haben wir nun nach über 100 Tagen noch keinen Notfalleinsatz gehabt, aber dennoch wird das „Notfallklo“ oft genutzt.

Für Frauen ist aber nicht nur das große Geschäft, sondern auch das kleine Geschäft ein Thema. Währen wir Männer uns einfach an den Straßenrand stellen können, braucht eine Frau ein etwas geschützteres Umfeld um ihre Notdurft zu verrichten.

Für diesen Fall haben wir eine Urin-Flasche dabei. Es klingt zwar komisch, aber die Frau kann ohne Probleme in einen stabilen Sack urinieren und diesen Wasserdicht verschließen. Der Sack wird dann einfach irgendwohin ausgeleert und ausgewaschen, fertig.

Urinflasche

Vor allem in Ländern, in denen man am Schlafplatz oftmals von Einheimischen überrascht und nie wieder alleine gelassen wird, ist das ein großartiger Ausrüstungsgegenstand, den Claudia nicht mehr missen möchte.

Jetzt haben wir es getan, wir haben über das große und das kleine Geschäft geschrieben. In unserem nächsten Reisemobil wird definitiv eine Einbautoilette verbaut. Es gibt genug Situationen, bei denen diese gerechtfertigt gewesen wäre. Wir schauen uns hierfür Trocken-Trenn-Toiletten Bausätze an. Das muss in einem Geländewagen aber durchdacht eingebaut werden, ohne zu viel Platz zu benötigen.

Hast du eine Toilette dabei? Wenn nicht, wie sieht dein Notfallplan aus? Eimer und Tüte? Nur die Tüte? Oder gibt es bei dir einfach keinen Notfall?

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