Reisemobil

Im Defender bei Schlechtwetter

Ihr kennt Schlechtwetter wie auf diesem Bild? Wir auch! Da fährt man für vier Wochen nach Schottland und oh Wunder, es regnet, es ist kalt und es windet. Nicht immer, aber oft. Das bedeutet für uns, dass wir abends früher ins Auto verschwinden und morgens später raus kommen. So haben wir die Chance uns mit unserem Innenausbau ausgiebig zu beschäftigen. Schnell wird klar, entweder wir verbringen die Zeit im Bett (es gibt schlimmeres) oder sitzen auf Fahrer- und Beifahrersitz. Die selbst entworfene und gebaute Sitzbank ist als Sitzbank gänzlich unbrauchbar!

Warum? Man hat den Hubdach Rahmen im Rücken, und das nicht sehr bequem. Im Laufe des vergangenen Jahres, dem warmen Sommer und dem Korsika Urlaub geriet dieses Problem nach und nach in Vergessenheit und wurde nun im Winter wieder heraus gegraben.

Das Ziel ist sonnenklar. Calimero muss bei Schlechtwetter gemütlicher werden, im speziellen rund um die Sitzbank des Innenausbaus. Der tollste Innenausbau nützt nämlich nichts, wenn man ihn nicht komplett ausnutzen kann! Wir wollen eine Rückenlehne einbauen ohne eine neue Sitzbank zu bauen.

Damit der Hubdach Rahmen nicht im Rücken drückt, müssen wir die Sitzbank nach innen verschieben. 15cm reichen aus, damit die Rückenlehne später einen angenehmen Winkel hat. Mit wenig Aufwand können wir bestehende Verschraubungen nutzen. Damit bleiben weiterhin 42cm Mittelgang übrig. Das reicht aus um Calimeros Küche sauber zu verstauen!

Der nun entstandene Freiraum hinter der Sitzkiste soll wieder verschlossen werden. Denn auch zukünftig möchten wir die gesamte Fläche auf der Höher der Sitzbank als Notbett verwenden können. Schnell sind drei Winkel an der Kiste befestigt und ein Brett drauf gelegt. Außen wird das Brett in einen kleinen Spalt über den Cappings reingeklemmt. Mit etwas Moosgummi klappert es auch nicht. Mit einer Handbewegung kann man das Brett rausheben und an den Stauraum darunter gelangen.

Die Rückenlehne soll möglichst flexibel sein. Zum einen möchten wir weiterhin an den entstandenen Stauraum dahinter kommen, zum anderen sollen die Bretter für das Notbett herhalten. Damit die Rückenlehne nicht verschraubt werden muss wird sie unten verzapft (mea culpa, falls das der falsche Fachbegriff ist) und oben mit Klett befestigt.

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Der Innenraum unseres Defenders – wenig Platz für Schlechtwetter – also muss es gemütlich sein!
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Mit Klettverschluss befestigt
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Neuer Stauraum!

Fazit

Verkaufen kann ich meine Holzarbeiten nicht. Gerade sägen gehört nicht zu meinen Stärken. Das Konzept jedoch funktioniert. Die Rückenlehne ist bequem und passt von der Größe der einzelnen Bretter als Bett-Brett für den Mittelgang. Der Klettverschluss scheint ebenfalls fest genug zu sein. Wir haben uns zunächst gegen ein Polster entschieden, da wir auf unseren Reisen meist Schafsfelle dabei haben, die wir hier bestens nutzen können. Somit können wir bei Schlechtwetter den Platz im Auto zukünftig um einiges besser ausnutzen.

Nachtrag (August 2016)

Der Stauraum hinter der Rücklehne soll natürlich nicht verloren sein. Auf der Adventure Southside haben wir bei Tigerexped eine tolle Lösung ergattert. Seht selbst. Die Taschen passen perfekt dahinter!

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