GeorgienReisetipps

Georgien – Reiseinformationen für Overlander

Reiseinformation Georgien

Wir haben in der Georgien einiges gelernt, was wir hier mit dir teilen möchten. Die Georgien Reiseinformationen basieren auf unseren persönlichen Erfahrungen nach 12 Tagen Overlanding in Georgien, im Mai und Juni 2017.

Visa, Ein & Ausreise

Wir sind von der Türkei ohne Probleme nach Georgien eingereist. Versicherung wurde nicht abgefragt, daher sind wir ohne gefahren. Wir haben keinerlei Gebühren an der Grenze bezahlt. Nach kurzer Kontrolle durften wir weiterfahren.

Für Georgien ist zudem kein Visum notwendig. Wir dürfen mit Fahrzeug bis zu 90 Tage problemlos bleiben. Verlängerung scheint möglich zu sein, ist für uns aber irrelevant.

Auch die Ausreise in Richtung Armenien verläuft ohne Probleme. Die Grenzbeamten schauen noch einmal durchs Auto und lassen uns ziehen. Der Grenzübergang bei Ninozminda ist OK, die Straße auf Georgischer Seite ein Horror. Hier findest du den Bericht zum Grenzübergang von Georgien nach Armenien.

Maut

Es gibt keine Straßenbenutzungsgebühren in Georgien.

Straßen in Georgien

Die Autobahn ist einwandfrei, alles andere reicht von derben Offroad über Schlagloch-Slalom Asphalt bis hin zu gut befahrbaren Straßen. Immer schön langsam fahren, dann passiert auch nichts! Auch auf guten Straßen erscheinen manchmal riesige Schlaglöcher aus dem Nichts, bevorzugt hinter kleinen Kuppen.

Bei Nacht würde ich daher nicht fahren. In den Bergen sind zudem vom Winter einige Straßen in sehr schlechtem Zustand. Auf dem Weg nach Mestia werden diese aber fleißig repariert.

Im Mai sind einige Straßen noch unpassierbar, so zum Beispiel der Rundweg von Kutaisi über Mestia, Ushugli wieder zurück nach Mestia. Die Pässe sind auf 2700m und 2900m und sollen auch im Sommer eine Herausforderung sein.

Diesel

Es gibt im ganzen Land Tankstellen. Der Sprit ist hier bedeutend günstiger als überall bisher. Wir haben 0,67 € pro Liter bezahlt.

Geld

Wir konnten im ersten größeren Ort nach der Grenze problemlos türkische Lira in Georgische Lari tauschen. Auch das abheben von GEL (Georgische Lari) am Automaten mit der Kreditkarte funktioniert einwandfrei. Nimm am besten unrunde Beträge. 100 GEL Scheine kann nicht jeder tauschen, einkaufen wird dadurch nur erschwert. An einigen Automaten haben wir gesehen, dass wir US Dollar abheben könnten, das haben wir jedoch nicht gebraucht.

Trinkwasser

Wasserquellen gibt es oft. Wir können die Quellen in den Bergen empfehlen. Die Tal-Quellen haben bei uns einige Tage Magenweh verursacht.

Klos

Es gibt echte Sitz-Klos, sehr wenige jedoch. Klo-„Löcher“ sind sehr verbreitet. Die Hygiene ist meist in Ordnung. Auch hier haben wir die Natur bevorzugt!

Internet

Für circa 8 Euro konnten wir eine Prepaid Karte mit 6 GB Internet bekommen. In Cafés vor allem in Touristenorten gibt es WIFI. In Tiflis gibt es auch immer wieder freie WLAN Spots. Der LTE Empfang ist im ganzen Land sehr gut (ausgenommen, wie immer: einsame Bergtäler!)

Einkaufen

Es wird schwieriger eine Einkaufsliste abzuarbeiten. In den Dörfern gibt es oft nur sehr kleine Mini-Märkte mit sehr beschränkter Auswahl. Auch in den größeren Orten finden wir die Supermärkte nicht übermäßig gut bestückt. Aber man findet genug zu Essen. Die Preise sind moderat. Es gibt separate Läden für Obst/Gemüse. Wir können Bäckereien sehr empfehlen. Dort gibt es für sehr wenig Geld immer leckeres zu essen. Das Fladenbrot kostet circa 1 Lari, ein Fladenbrot mit Käse gefüllt 2 Lari.

Route durch Georgien

Als Inspiration für euren Georgien Trip möchten wir unsere Route durch Georgien mit euch teilen. Unsere Route ist nicht perfekt, da Claudia zwischendrin von Kutaisi nach Hause geflogen ist.

Ganz grobe Route: Türkei -> Achalkalaki -> Vardzia -> Tiflis -> Stepantsminda (Kazbegi) -> Kutaisi -> Mestia -> Kutaisi -> Bagdhati -> Abastumani -> Ninozminda -> Armenien

 

Stellplätze

„Wild“ stehen war durchweg problemlos. Campingplätze haben wir nicht einen einzigen gefunden. Camping ist sogar mitten in der Stadt oder dem Dorf kein Problem. Du findest selbst ohne Probleme sichere Plätze. Das Land hat genug Platz. Zwei Stellplätze können wir aber weiterempfehlen.

Stellplatz in Tbilisi:

Unser Stellplatz:  41.690343, 44.810904 – 20 Georgische Lira, abgeschlossenes Tor in der Nacht. Planmäßig ab 21 Uhr, tatsächlich bei uns erst ab 22:30 Uhr. Zugang zu einer Toilette, tagsüber werden 20 Tetri (Lira-Cent) verlangt, nachts ist keiner da. Stell dich auf laute Musik ein, bringe Oropax mit.

Wenn du dort nicht campen möchtest- schau dir trotzdem von genau da an die Stadt bei Nachtbeleuchtung an – wundervoll!

Stellplatz in Mestia: Direkt am Marktplatz neben dem Café Laila kann man gut stehen, wenn man ein paar Bier zu viel hatte um aus der Stadt zu fahren. Ansonsten finden sich außerhalb gute Plätze.

Sicherheit in Georgien

Wir haben die abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien gemieden. Ansonsten haben wir uns stets sicher gefühlt. Überall im Land hat man darauf hingewiesen, dass es sicher sei, wenn wir nach Camping gefragt haben.

Werkstätten und Land Rover Unterstützung

Wir haben leider keine Informationen darüber. Es gibt eine Land Rover Niederlassung in Tiflis, die wir aber nicht besucht haben.

Ich hoffe, dass dir die Georgien Reiseinformationen helfen. Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich um persönliche Erfahrungen handelt und sich daher jederzeit etwas ändern kann. Mehr über unseren Georgien Aufenthalt findest du hier.

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2 comments

  1. Hallo ihr Beiden,

    wir waren zur gleichen Zeit wie Ihr in Georgien (entgegengesetzte Richtung) und haben auch die gleichen Reisenden getroffen. Viele Grüße an dieser Stelle von Gernot! Euch haben wir leider verpasst, aber zum Trinkwasser können wir euch noch einen Tipp geben:

    Wir verwenden einen simplen Wasserfilter (Sawyer PointOne, 50€, hält ein Leben lang) – angeschraubt an einen 10l Wassersack läuft das Wasser per Gravitation sehr zügig durch.
    Wir haben drei Kinder dabei (6,4,1) und haben uns nie Wasser gekauft sondern uns komplett aus Quellen, Brunnen und Kuhtränken versorgt und hatten nie Magenprobleme, weder in Osteuropa, noch in Türkei, Iran, Armenien oder Georgien – auch unsere einjährige Tochter nicht.

    Grüße
    Jonas & Familie

    1. Hallo Jonas,
      sehr schade, dass wir uns in Georgien nicht getroffen haben. Wir haben auch einen Wasserfilter von Katadyn dabei, den wir bis dato allerdings nicht nutzen mussten. Das eine Mal in Georgien hatten wir nur Pech, würde ich sagen. Ansonsten haben wir immer gutes Wasser gefunden, das wir nicht filtern mussten.

      Wir behandeln Wasser, wenn es sehr heiß ist, mit Mikropur – damit es uns länger hält. Wir mussten uns in vier Monaten Reise nur ein Einziges Mal einen Sixpack zukaufen, weil wir keine Quellen gefunden haben.

      Grüße,
      Claudia und Bernd

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