Weltreise Tagebuch

Goodbye Deutschland

Messetage sind anstrengend. Wir frühstücken jeden Tag recht früh im Pow-Wow Zeltlager und fahren mit Calimero zum Messegelände. Dort dürfen wir neben unseren Sponsoren der Blickdicht Manufaktur stehen. Wenn wir nicht gerade einen der interessanten Vorträge anhören, stehen wir am Auto und beantworten tausende von Fragen. „Was macht ihr denn hier?“, „Was habt ihr alles vorbereitet?“, „Wie habt ihr das mit dem Pakistan Visum gemacht?“. Diese und viele weitere Fragen führen dazu, dass die Menschen, die mit uns ins Gespräch kommen, lange verweilen und mit uns quatschen. Die Abende genießen wir mit den anderen Campern am Lagerfeuer.

Hätten wir etwas zu verkaufen, würde ich das als sehr erfolgreich verbuchen. Wir möchten aber  nur inspirieren, nicht verkaufen. Wir sind nämlich kein David Bittner, keine Pistenkuh, kein Rüdiger Nehberg und auch kein Arved Fuchs. Trotz wenig Erfahrung haben wir die Lust die Welt zu bereisen. Wir möchten inspirieren, Träume anzupacken.

Und ich denke wir waren damit erfolgreich. Wir konnten begeistern, inspirieren und viele Fragen beantworten. Für all diejenigen, die uns nicht für ein Gespräch erreicht haben – wir beantworten gern jede Frage auch per Mail!

Sowohl im Camp als auch auf der Messe treffen wir viele Menschen, die wir sofort in unser Herz schließen. Das Veranstaltungs-Orga-Team, die Offgemöbelt-Familie, unseren neuen Lieblings-Baumpfleger, Tobias von ACME Adventure, Carla von den Backpackstories, Helga und Jürgen von den Orangetrottern, Bea und Helle von Time to Ride und viele, viele weitere.

Wir freuen uns auch über das tolle Feedback zu unserem Blog und versprechen euch, dass wir weiterhin schreiben, was wir denken, fühlen, tun aber auch was wir vorbereiten, planen und erleben.

So fällt der Abschied nach fast fünf Tagen in Köln doch schon wieder ein wenig schwer. Wir möchten uns hiermit bei einigen nochmal fix bedanken. Markus von X-Vision-X, Anja und Gerhard von der Blickdicht Manufaktur, Emanuel von Mojak und der Familie Scherer von Offgemöbelt für den vorerst weiterhin vollen Tank von Calimero!

Danke auch an Thomas Houf für die Einladung zu dieser tollen Veranstaltung. Unser absolutes Vortragshighlight war übrigens David Bittner. David hat in den letzten 15 Jahren den Sommer in Alaska unter Bären verbracht. Ich glaube kaum einer kam den Bären so nah wie er. Der Vortrag war sehr beeindruckend und emotional.

Calimero in der Camp-Area

Ein letztes Ziel im Norden

Wir brechen noch am Sonntagabend auf. Ein letztes nördliches Ziel haben wir noch im Blick. In Hamminkeln besuchen wir Jan und Nicole mit ihrem Sohn Moritz. Viel zu lange haben wir uns nicht mehr gesehen. Auf dem Weg dorthin verbringen wir den Abend auf einem ruhigen Stellplatz am Rhein in Dormagen-Zons.

Jan, Nicole und Moritz verabschieden uns aus dem Norden Deutschlands

In Hamminkeln verbringen wir einen wundervollen Tag und drehen nun endlich nach Süden ab. Wir passieren Köln erneut und steuern auf Frankfurt zu. Nach einer ersten recht kalten Nacht nutzen wir die neue Standheizung am Morgen dennoch.

Die A3 nach Süden – das war der nördlichste Punkt für eine ganze Weile
Immer die Kanister im Blick 😉

Dort möchten wir unser Turkmenistan Visum abholen. Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Leider hat das Außenministerium in Turkmenistan noch keine Antwort geliefert ob wir dieses genehmigt bekommen. Wir müssen nun auf eine E-Mail mit einem Einladungsschreiben warten.   Wenn wir dieses bekommen, können wir an der Turkmenischen Grenze unser Visum bekommen.

Stellplatz kurz vor Frankfurt

Unsere letzte Nacht in Deutschland verbringen wir in Gauting. Wir besuchen unseren Kater Simba und seine neue Familie. Meine Cousine war so lieb und hat ihn aufgenommen. Mit vollem Kässpätzle- und Weißbierbauch legen wir uns in unseren Calimero und wissen, dass wir morgen Deutschland für lange Zeit Lebewohl sagen.

Goodbye Deutschland

Der Abschied von Deutschland fällt uns nicht sehr schwer. Die letzten Wochen waren jedoch geprägt von vielen kleinen und großen Abschieden von tollen Menschen. Es gab emotionale und weniger emotionale Abschiede. Einige waren leicht, viele nicht so leicht.

Wir haben aber gelernt, dass Abschiede nun zu unserem täglich Brot werden. Wir werden immer wieder tolle Menschen kennenlernen, denen wir irgendwann Goodbye sagen dürfen. Das gehört zum Reisen nun mal dazu.

Nach unserer 10-tägigen Deutschlandrunde und 1800km durchs eigene Land überqueren wir heute am 05.04.2017 die Grenze nach Österreich (sofern uns nichts dazwischenkommt). Calimero schlägt sich gut. Ich höre jeden Tag irgendwelche Geräusche und mache mir unnötig Sorgen. Einzig- und allein am Motor ölt er mir etwas zu viel. Wir werden das im Blick behalten und sehen, ob wir da aktiv werden müssen.

Uns erwarten nun einige Transit-Länder. Österreich, Slowenien und Kroatien sind jederzeit erreichbar und werden von uns schneller bereist. Wir möchten jedoch von Rijeka aus die Küstenstraße nach Süden befahren, der Sonne entgegen. Ist nämlich ganz schön frisch hier in Deutschland 😉

In diesem Sinne – Goodbye Deutschland! See you in three years!

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9 comments

  1. Hey ihr beiden,

    schön das wir in Köln noch mal die Gelegenheit hatten euch im
    resolute kennenzulernen. Wir wünschen euch natürlich auch auf diesem Weg allzeit gute Fahrt und viele spannende Erfahrungen.
    Für dienÜbernachtung innKroatien haben wir noch einen Tipp: http://www.hannibal-on-tour.de/kroatien/stellplaetze/camping-ujca-planikovac/
    Das Camp hat uns sehr gut gefallen wegen der tollen Bucht. Wir haben noch ein paar weitere MiniCamps in Kroatien bei uns auf der Seite wenn ihr Bedarf habt.

    Alles Gute

    Gabi & Vasco

    1. Hi ihr beiden,
      ja – toll euch und den Hannibal kennengelernt zu haben. Danke für die Stellplatz Tipps – ich notier mir das gleich raus auf die Offline-Karten. Mal sehen wo wir landen in Kroatien 🙂

  2. So gründlich wie Ihr Euch vorbereitet habt, würde ich mir keine Gedanken über Geräusche machen 😀 ….shit happens, so oder so
    Weiterhin viel Spaß auf Eurem Trip und bon voyage !

    1. Danke dir vielmals! Wir werden definitiv von den kleinen und großen Problemchen berichten 🙂

  3. Als wir uns damals nach Indien auf machten gabe es auch einige meinungen am Stammtisch : ha die sind doch verrueckt. Nach indien! Und jetzt fahre se auch noch in die falsche richtung. Nach Norden. Ihr muesst doch ganz klar nach Osten fahren.

    Aber daher Stammtisch. Der norden war fuer den Flieger nach Tashkent und dann New Dehli. Aber das das schon in 1982 kann man den Biergenossen nachgeben. Halt eine kleine welt im Schwarzwald.

    Bin auf weitere euerer blogs schon gespannt.

  4. Hi Ihr Beiden,

    Sind gerade in Rijeka an euch vorbei gefahren. Wünschen euch noch eine gute Reise und eine super Zeit.

    1. Oha – danke euch! Beste Grüße aus Starigrad Paklenica!

      Cheers,
      Claudia und Bernd

  5. Wünsche euch alles,alles Gute,Gesundheit viel Glück
    und tolle Begegnungen auf eurer Reise.
    Danke für die tollen Berichte und Bilder.
    Lieber Gruß vom Bodensee
    Annelie

    1. Vielen Dank Annelie! Wir berichten fleißig weiter!

      Lg aus Griechenland, Claudia und Bernd

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