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Hopewell Rocks in New Brunswick

Das erste Mal verlassen wir nun Nova Scotia in Richtung New Brunswick, wo wir uns die Hopewell Rocks ansehen möchten. Bis vor wenigen Tagen lag New Brunswick nicht auf unserer Route, aber unsere Pläne ändern sich täglich. Insgeheim hoffen wir, dass wir durch unseren “Umweg” durch New Brunswick erst bei angenehmeren Temperaturen am Cape Breton ankommen.

Wir nehmen eine kleine Seitenstraße entlang der Küste der Bay of Fundy und finden einen genialen Übernachtungsplatz am Ende eines schlammigen Weges in einer traumhaften Bucht. Mit einem Lagerfeuer und einem guten Essen bei Sonnenschein versüßen wir uns den Nachmittag und folgen am nächsten Morgen den Nebenstraßen bis Moncton.

Auf dem Weg dorthin können wir bereits unser Ziel sehen. Nur 6 Kilometer von uns entfernt liegen die Hopewell Rocks. Doch entlang der Küste sind es noch 90 Kilometer bis dorthin!

Dort, wo der Petitcodiac River in die Shepody Bay mündet, ist eine Touristenattraktion rund um die Gezeiten entstanden. Für uns ist das kein Wunder, denn die Felsformationen der Hopewell Rocks sind irre. Bei Flut sehen sie schon ziemlich cool aus, bei Ebbe kann man aber zwischen den Hopewell Rocks herumlaufen, die liebevoll „Flower Pots“, also Blumentöpfe genannt werden.

Da die Saison erst im Mai beginnt, haben wir einen großen Vorteil, denn wir können direkt am Wasser campen. Dort wo die Kajaks ins Wasser gelassen werden, um bei Flut um die Felsen herum zu paddeln schlagen wir unser Lager auf. Das bedeutet aber auch, dass wir keine Kajaktour machen können, die wir sehr gerne gemacht hätten. So what – wir haben das ganze Naturwunder für uns und sparen gleichzeitig die Eintrittsgebühren ein. Mit den Hopewell Rocks haben wir das vorerst letzte Mal an der Bay of Fundy übernachtet, denn jetzt erobern wir die Northumberland Strait.

In Shediac, an der Northumberland Strait schauen wir uns DIE Sehenswürdigkeit an. Der größte Hummer der Welt throhnt hier vor der vereisten Mündung des Scoudouc Rivers.

Der größte Hummer der Welt in Shediac

Berühmt sind hier vor allem die Strände im Sommer, da die Northumberland Strait wohl die wärmsten Gewässer in ganz Kanada bietet. Tatsächlich ist das aber gerade nicht der Fall. So viel Eis haben wir in Kanada noch nicht gesehen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass es noch viel, viel mehr Eis werden wird!

Eisschollen stapeln sich am Strand
#Strandleben

Die Nacht verbringen wir außerhalb von Shediac an einem kleinen Hafen. Hier sichten wir die erste Robbe auf unserer gesamten Weltreise. Leider ist diese Robbe seit mehreren Wochen tot und wird mit dem Schmelzen des Eises auch bald kein Fest mehr für die Vögel sein. Bei diesem Anblick verzichte ich auf ein Foto.

Claudia kocht!

Von hier könnten wir nun, wie viele Reisende, den Weg nach Westen antreten. Wir könnten mehr von New Brunswick entdecken, Kanada durchqueren und Provinzen wie Alberta und British Columbia ansteuern, doch wir bleiben vorerst im Osten und werden uns nach dem kleinen Abstecher nach New Brunswick nun die Prince Edward Island ansehen. Schon von weitem sehen wir das kolossale Bauwerk, das über die Northumberland Strait führt. Über Eis und Wasser scheint sich die 12,9 Kilometer lange Brücke dem Wind angepasst zu haben. Die Confederation Bridge ist die längste Brücke der Welt, die über vereistes Wasser führt.

Die Fahrt auf die Insel ist kostenfrei. Nur wer von der Insel wieder herunter möchte, muss bezahlen und so fristen wir nun unser Dasein als Inselbewohner der Prince Edward Island. Spaß beiseite, unser Ausflug nach New Brunswick hat Spaß gemacht und nur wenige Tage später haben wir die dritte Provinzgrenze überschritten und sind jetzt auf der Prince Edward Island! Hier erwartet laut Wetterbericht noch einmal eine Kältewelle gefolgt von Wind, Schnee und Eisregen. Wir sind gespannt!

 
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2 comments

  1. Der größte Hummer?
    Naja, so manche Ortschaft in der Welt behauptet, den größten zu haben…
    “Euer” Hummer ist gerade mal 5 Meter hoch.
    Larry the Lobster in Kingston SE in South Australia ist 17 Meter hoch.

    1. Haha – ja ich hätte das dazuschreiben sollen. Tatsächlich ist es aber laut den Aussagen der Einheimischen der schwerste mit 90 Tonnen, was ich für völlig übertrieben halte. 😀

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