Weltreise Planung mit eigenem Fahrzeug

Impfungen für eine Weltreise

Die Gesundheit ist ein wichtiges Thema für die Weltreise. Da wir während unserer Weltreise in Risikogebiete bestimmter Krankheiten reisen und nicht immer ärztliche Versorgung erwarten können, müssen wir daher informiert sein. Neben der richtigen Krankenversicherung und einer akribischen Abarbeitung von Vorsorgeuntersuchungen, beschäftigen wir uns mit dem Thema Impfungen für eine Weltreise.

Mit diesem Artikel möchten wir dir eine grobe Übersicht über die verschiedenen Erkrankungen und deren Impfstoffe geben, für die man sich für eine Weltreise impfen lassen kann, ob wir uns dafür oder dagegen entschieden haben und wie man die Kosten zurück bekommt!

Eine ordentliche Vorbereitung ist notwendig, damit man nicht aus Versehen ohne die notwendige Impfung und das Vorwissen über die Krankheiten in ein Risikogebiet einreist. Zudem lassen manche Länder lassen Personen nur mit bestimmten Impfungen ins Land.

Kümmere dich frühzeitig um die Impfungen für deine Weltreise. Es gibt Impfungen, wie zum Beispiel Hepatitis-A, bei der man die zweite Impfung nach circa 6 Monaten bekommt um einen Langzeitschutz zu garantieren.

Impfberatung

Am besten beginnst du mit einer Impfberatung bei einem dafür spezialisierten Arzt. Wir waren dafür bei Herrn Dr. Groß in Friedrichshafen Fischbach. Auch das Tropeninstitut bietet telefonisch und schriftliche Beratung an.

Wir haben unserem Arzt gesagt, dass wir nicht wissen, wo wir ganz genau hinreisen werden, es stehen aber Südamerika, Afrika, Südostasien, Mittelamerika, Zentralasien, Nordamerika und Südosteuropa auf der Liste.

Da hat er uns erst einmal beglückwünscht, dass wir eine solche tolle Reise planen und hat uns nach und nach mit allen notwendigen Informationen für die Impfungen für eine Weltreise versorgt. Damit haben wir die richtige Grundlage bekommen um unsere Entscheidungen zu treffen.

Deine Entscheidung

Du musst dich selbst dazu entscheiden, welche Impfungen für eine Weltreise für dich in Frage kommen. Das kommt auch ganz individuell auf deine Reiseroute, dein Risikobewusstsein und deine Einstellung zu Impfungen an. Wir haben uns für eine sehr vollumfängliche Impfstrategie entschieden.

Auffrischung der Routine Impfungen

Als allererstes stand die Auffrischung der Routine-Impfungen auf dem Programm. Es wurde geprüft, welche Routineimpfungen fällig sind. Gut, dass wir zum Arzt sind, denn das war bei uns beiden notwendig! Unter Routine Impfungen fallen die folgenden Impfungen:

  • Diphtherie
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Masern, Mumps und Röteln (für alle nach 1970 Geborenen)

Das ist die Basis die du haben solltest, bevor du dir Gedanken über die Impfungen für eine Weltreise machen musst. Am besten kombinierst du den Check mit der Impfberatung.

Zusätzliche Impfungen wie FSME (durch Zeckenbisse) und Grippe, die auch in Deutschland für Nicht-Reisende gerne gegeben werden, haben wir beide nicht.

FSME fällt für uns durch, da wir kaum mit Zecken zu kämpfen haben, obwohl wir viel Zeit in der Natur verbringen und Grippe haben wir uns bisher noch nie impfen lassen, daher werden wir das nun auch bleiben lassen.

Impfungen für eine Weltreise

Wir möchten euch nun ein paar grundlegende Informationen zu den Krankheiten und Impfungen für eine Weltreise geben, damit ihr euch vor eurem Beratungsgespräch bereits etwas vorbereiten könnt. Wir fassen uns bewusst etwas kürzer um den Überblick nicht zu verlieren. Am Ende des Artikels findest du Links zu den Quellen für eine detaillierte Auskunft.

Hepatitis A

Vorkommen

Hepatitis A ist eine Virusinfektion, mit weltweiter Verbreitung. Je weniger hygienisch die Verhältnisse sind, desto größer ist die Chance auf Ansteckung.

Übertragung und Ansteckung

Das Virus wird hauptsächlich durch Virus-verseuchte Speisen oder verunreinigtes Trinkwasser übertragen. Es wird aber auch über engen Personenkontakt und unhygienische Standards (Intime Kontakte, öffentliche Toiletten usw.) übertragen.

Krankheitsverlauf

Hepatitis A bricht zwei bis sechs Wochen nach Ansteckung aus und zeigt sich mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Temperaturerhöhung, Verstopfung, Bauchschmerzen, Kreislaufproblemen oder psychischen Reaktionen. Auch eine Gelbfärbung der Augen und der Haut durch die Entzündung der Leber ist bei Erwachsenen möglich. Diese Gelbfärbung kann zwei bis vier Wochen andauern. Bei Kindern verläuft die Infektion oft ohne Beschwerden. Mit zunehmendem Alter steigt die Chance auf größere Beschwerden und schwere Krankheitsverläufe.

Die Infektion hinterlässt eine lebenslange Immunität und ist nur in seltenen Fällen tödlich. Eine Hepatitis A Erkrankung kann zwar im Ausnahmefall bis zu einem halben Jahr dauern, wird aber nicht chronisch.

Therapie

Es gibt keine spezifische Hepatitis A Therapie. Die einzelnen Symptome werden Therapiert.

Vermeidung

Cook it, boil it, peel it or forget it! Das ist die Grundregel um Hepatitis A zu vermeiden. Gerade bei Trinkwasser vergessen viele, dass Zähneputzen schon ausreicht oder Eiswürfel ebenfalls das Virus enthalten können. Trinkwasser sollte gefiltert oder gekocht werden. Obst sollte geschält werden und Gemüse gekocht werden. Fit for Travel hat zur Trinkwasser – und Nahrungsmittelhygiene einen tollen Beitrag geschrieben. Ein Wasserfilter ist ebenfalls eine gute Wahl für die Filterung des Trinkwassers.

Impfung

Eine einmalige Impfung bringt bereits 95 prozentigen Schutz. Da die Inkubationszeit circa 12 bis 15 Tage beträgt und die Impfung eine ähnliche Wirkungszeit vorweist, ist auch eine Last-Minute Impfung möglich.

Um einen langfristigen Schutz zu garantieren, sollte die Impfung nach 6 bis 12 Monaten aufgefrischt werden.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Hepatitis A Impfung entschieden. 

Hepatitis B

Vorkommen

Auch Hepatitis B kommt weltweit vor. Vor allem in Afrika südlich der Sahara und im östlichen Asien sind fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen chronisch infiziert. Im Mittleren Osten und auf dem indischen Subkontinent sind circa zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen chronisch infiziert. Auch im Amazonasgebiet findet sich eine hohe Infektionsrate. In Westeuropa und Nordamerika sind weniger als ein Prozent chronisch infiziert.

Laut WHO wurden weltweit bereits geschätzt zwei Milliarden Menschen mit dem Hepatitis B Virus infiziert. Mehr als 360 Millionen Menschen haben eine chronische Leber Infektion davongetragen. Jedes Jahr sterben circa 620.000 Menschen an Hepatitis B.

Übertragung und Ansteckung

Hepatitis B wird über hauptsächlich über Sperma und Blut, aber auch über Vaginalsekret, Muttermilch, Speichel oder Tränenflüssigkeit übertragen. Hepatitis-B ist 50 bis 100 mal ansteckender als HIV. Gerade bei medizinischen Notfällen auf Reisen kann verunreinigtes medizinisches Werkzeug, Spritzbesteck oder eine Bluttransformation zu einer Infektion führen.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein. Die Inkubationszeit beträgt ein bis sechs Monate. Die akute Erkrankung dauert oftmals sechs bis acht Wochen an.

In den ersten Tagen kann es aber zu wie Müdigkeit, Leistungsschwäche, Fieber, Gelenk- und Gliederschmerzen und weiteren unspezifischen Symptomen kommen. Wie bei Hepatitis A kann auch eine Gelbverfärbung der Augen vorkommen. Bei circa einem drittel der Menschen verläuft die Krankheit sogar ohne Beschwerden.

Jedoch bleibt Hepatitis B bei circa zehn Prozent der Erkrankten chronisch. Bei einem Viertel der chronisch Erkrankten kommt es zu bleibenden Leberschäden, Leberzirrhose oder Leberkrebs.

Heilt die Krankheit komplett aus, besteht lebenslange Immunität

Therapie

Hier findet ihr viele Informationen zur Therapie der chronischen Hepatitis B.

Vermeidung

Nutze ein Kondom und vermeide Hautverletzungen durch möglicherweise nicht steriles Material (Tätowierung, Ohrloch, Spritze, Akupunktur).

Eigene sterile Werkzeuge, zumindest Spritzen können bei Überlandfahrten im Fahrzeug untergebracht werden. Im Behandlungsfall, kann man die Ärzte bitten, das eigene Material zu verwenden.

Impfung

Die Impfung gegen Hepatitis B wird mit einem Totimpfstoff erreicht, reduziert das Erkrankungsrisiko auf fünf bis zehn Prozent und hält mindestens 10 Jahre an. Eine erfolgreiche Hepatitis B Impfung schützt auch gegen das Hepatitis D Virus.

Auf tropenmedicus.de wird der normale Impfzyklus mit 3x 1 Dosis nach 0, 1 und 6 Monaten beschrieben. Eine Schnellimmunisierung (kurzfristig vor deiner Reise) kann an den Tagen 0-7-21 erfolgen (nur in Ausnahmefällen). Dann ist aber eine vierte Impfung nach einem Jahr notwendig.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Hepatitis B Impfung entschieden. 

Gelbfieber

Vorkommen

Gelbfieber ist in Mittel- und Südamerika sowie in Afrika südlich der Sahara verbreitet.

Übertragung und Ansteckung

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch tag- und nachtaktive Mücken auf Menschen übertragen wird. Da die Mücken den Virus an ihre Eier vererben können, kommt es somit immer wieder zur Verbreitung des Virus.

Krankheitsverlauf

Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche Viruserkrankung. Die Inkubationszeit von Gelbfieber beträgt drei bis sechs Tage. Nach Ausbruch bekommt man verschiedenste Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Bei den meisten Menschen klingen die Symptome nach drei bis vier Tagen wieder ab.

Allerdings kommt es bei circa 15 Prozent der Erkrankten zu einer zweiten, toxischen Phase. In dieser Phase kommt es zu einem erneuten Fieberschub und die Organe sind betroffen. Darmblutungen, blutiges Erbrechen, Leberentzündungen und Beeinträchtigung der Nierenfunktion sind Symptome der zweiten Phase. Diese toxische Phase endet zu 20 Prozent tödlich.

Therapie

Es gibt keine Ursächliche Therapie für Gelbfieber. Es werden lediglich die Symptome gelindert. In der zweiten Phase wird ein Patient im Normalfall auf der Intensivstation behandelt.

Vermeidung

Die einzige Möglichkeit zur Vermeidung von Gelbfieber ist der effektive Schutz vor Mücken. Wer also in ein Gelbfieber Gebiet reist, sollte sich so gut wie möglich gegen Mückenstiche schützen. Das macht man durch Nutzung von Mückenspray, Imprägnieren von Klamotten, Nutzung eines Mückennetzes oder das Tragen von Klamotten mit langen Ärmeln und Beinen.

Impfung

Die Impfung wird einmal verabreicht und ist nach 10 Tagen wirksam und amtlich gültig. Die Gelbfieber Impfung ist in einigen Ländern eine Einreisevoraussetzung.

Manche Länder verlangen generell eine Gelbfieber Impfung, andere nur dann, wenn man aus einem Land einreist, welches als Gelbfieber gefährdet gilt.Die WHO hat eine gesamte Liste mit allen Ländern veröffentlicht, die eine Gelbfieber Impfung verlangen.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Gelbfieber Impfung entschieden. 

Japanische Enzephalitis

Vorkommen

Die Japanische Enzephalitis lässt vermuten, dass sie nur in Japan vorkommt. Dies ist aber ein weit verbreiteter Irrtum. Die Japanische Enzephalitis ist in vor allem in ländlichen Gebieten und Stadtrandgebieten in Asien (u.a. u.a. Indien, Pakistan, Nepal, Burma, Nord-Thailand, Süd-China) verbreitet.

Übertragung und Ansteckung

Die Japanische Enzephalitis wird durch die Stechmücke “Culex vishnui” übertragen. Diese Stechmücke ist in den Abend- und Nachtstunden aktiv.

Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 5 und 15 Tagen. Die Viruserkrankung zeigt sich vom einfachen Fieber, Krampfanfällen bis hin zur Gehirnhautentzündung, Bewusstseinstrübung und Tod.

Therapie

Da Zurzeit keine wirksamen Medikamente gegen Japanische Enzephalitis bekannt sind, wird die Krankheit nur symptomatisch behandelt und konzentriert sich auf die Symptomlinderung.

Vermeidung

Wie schon bei Gelbfieber beschrieben, sollte man sich so gut wie möglich gegen Mückenstiche schützen. Das macht man durch Nutzung von Mückenspray, Imprägnieren von Klamotten, Nutzung eines Mückennetzes oder das Tragen von Klamotten mit langen Ärmeln und Beinen.

Impfung

Bei Reisen während der Regenzeit in ländliche Gebiete Asiens sollte eine Impfung in Erwägung gezogen werden. Es werden zwei Impfungen im Abstand von 28 Tagen benötigt. Die Wirkdauer ist unbekannt. Daher wird eine Auffrischung nach 12 bis 24 Monaten empfohlen, wenn man wieder in ein Risikogebiet reist. Die Impfung wirkt 10 Tage nach der zweiten Impfung. 40-50% der Geimpften reagieren mit Nebenwirkungen auf den Impfstoff. Mehr Info findest du hier.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Japanische Enzephalitis Impfung entschieden. 

Cholera

Vorkommen

Cholera kommt eigentlich weltweit vor. Es gibt aber eine starke Korrelation zwischen der Verbreitung und Hygienestandards. Schon geringe Hygienestandards reichen aus um das Virus einzudämmen. Cholera gilt als die Seuche der armen Leute. Cholera ist in weiten Teilen Asiens, Südamerikas und Afrikas verbreitet. Indien, Nepal und das tropische Afrika sind die klassischen Konzentrationsgebiete des Erregers. Aber auch in Süd- und Mittelamerika, Laos, Burma und Westmalaysia tritt der Erreger auf.

Übertragung und Ansteckung

Die Cholera-Vibrionen werden mit dem Stuhl ausgeschieden und gelangen bei ungenügenden hygienischen Bedingungen in Nahrung und Abwasser.

Krankheitsverlauf

Es gibt bei Cholera einen gutartigen Verlauf und den klassischen Verlauf. Der gutartige Verlauf beginnt mit leichten Bauchkrämpfen und es treten wässrige Durchfälle auf. Man kann es kaum von anderen Durchfallerkrankungen unterscheiden und dauert zwischen zwei und fünf Tagen.

Beim klassischen Verlauf treten massive reiswasser-ähnliche Durchfälle und zu Beginn auch heftigstes Erbrechen auf. Dadurch verliert der Körper bis zu einem halben Liter Flüssigkeit und Mineralsalze in der Stunde. Dadurch treten die Zeichen einer Austrocknung auf. Unbehandelt führt Cholera in bis zu fünfzig Prozent zum Tode.

Therapie

Das wichtigste bei der Behandlung von Cholera ist der Ersatz der verlorenen Flüssigkeit und Elektrolytmengen. Die massiven Durchfälle beim klassischen Verlauf bilden ein von Bakterien gebildetes Toxin. Durch den Einsatz von Antibiotika kann man die Menge der Bakterien verkleinern und die Ausscheidungsdauer der Cholera-Vibrionen verkürzen. Die Wirkung des Toxins kann aber nicht durch das Antibiotika gehemmt werden.

Vermeidung

Wie bei Hepatitis A – diesmal kürzer. Cook it, boil it, peel it or forget it. Ein geeigneter Wasserfilter ist ebenfalls hilfreich.

Impfung

Die Impfung wird als Schluckimpfung im Abstand von 1-6 Wochen eingenommen. Die Wirkung beginnt wenige Tage nach der zweiten Einnahme und  beträgt sechs Monate bis zwei Jahre. Der Schutz nimmt nach sechs Monaten langsam ab. Gleichzeitig gibt der Impfstoff Schutz vor bestimmten anderen Durchfallerregern. Dieser Schutz hält allerdings nur circa drei Monate an.

Das Risiko für einen touristisch Reisenden ist eher gering einzustufen. Da wir jedoch in den ländlichsten Gebieten reisen werden, werden wir auch diese Impfung vornehmen.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Cholera Impfung entschieden. 

Tollwut

Vorkommen

Tollwut ist in weiten Teilen der Welt vertreten. Es gibt nur Länder, die als tollwutfrei gelten, wie zum Beispiel Österreich oder Australien.

Übertragung und Ansteckung

Das Virus wird durch wildlebende, infizierte Fleischfresser übertragen. Das können Schakale, Affen, Hunde, Katzen, Füchse oder auch Fledermäuse sein.

Das Virus wird durch den Speichel des Tieres übertragen. Ein Biss oder das Abschlecken des Tieres bei verletzter Haut reicht hierbei schon aus. In Europa ist der Fuchs der Hauptüberträger, in den tropischen Gebieten hauptsächlich freilaufende Hunde.

Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt im Allgemeinen drei bis acht Wochen. Die ersten Symptome können unspezifisch sein (Kopfweh, Übelkeit, Depression, etc.). Die frühesten typischen Symptome sind Juckreiz, Schmerzen oder Empfindungsstörungen an der Kontaktstelle. Das Virus setzt seinen Weg in den Hirnstamm fort und führt da zu den unterschiedlichsten Symptomen wie zum Beispiel die bekannte “Wut”. Um den detaillierten Verlauf zu recherchieren könnt ihr hier weiterlesen.

Falls die Symptome der Krankheit auftreten, endet sie IMMER tödlich.

Es gibt bisher nur eine einzige Beschreibung einer überlebten Tollwuterkrankung.

Therapie

Es gibt keine Behandlung der Tollwut. Die einzige lebensrettende Maßnahme ist die sofortige Impfung nach einem tollwutverdächtigen Tierkontakt!

Vermeidung

Kontaktvermeidung mit möglicherweise infizierten Tieren.

Impfung

Durch eine vorbeugende Impfung an den Tagen 0, 7 und 28 wird die Immunisierung gegen Tollwut abgeschlossen. Die dreiteilige Grundimpfung hat eine Wirkungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Nach dem Biss sollte dennoch eine weitere Auffrischungsimpfung vollzogen werden um sicher zu gehen. Falls du nicht geimpft bist und einen Biss kassierst, gibt es die Möglichkeit dich auch nach dem Biss zu impfen. Dies muss jedoch in Stunden nach dem Biss passieren. Die Folgeimpfungen werden an den Tagen 3, 7, 14 und 28 vorgenommen und müssen strikt eingehalten werden.

Da wir davon ausgehen, nicht immer in Stunden nach einem möglichen Biss in einem Krankenhaus sein zu können, haben wir uns für die Impfung entschieden.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Tollwut Impfung entschieden. 

Typhus

Vorkommen

Risikogebiete für Typhus sind Afrika, Südostasien und Südamerika aber auch Typhus kommt weltweit vor, vor allem bei schlechten Hygienischen Bedingungen.

Übertragung und Ansteckung

Typhus ist eine schwere bakterielle Infektion mit Typhusbakterien. Diese Bakterien werden durch verseuchtes Trinkwasser und Nahrungsmittel übertragen. Durch Fäkalien gedüngtes Obst und Gemüse, Milchprodukte von Tieren die mit verseuchter Nahrung in Kontakt gekommen sind können die Infektion auslösen, genauso wie Fliegen, die den Erreger auf die Nahrung übertragen. Besonders häufig wird der Erreger auch durch Schalentiere wie Muscheln aus Abwasserverseuchten Gebieten übertragen.

Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 10 bis 24 Tage. Die Erkrankung beginnt mit Übelkeit, Fieber und Bauchschmerzen. Ein schwerer Verlauf kann in Hirnhautentzündung oder Perforation des Darms münden. Zwei bis fünf Prozent der Erkrankten werden zu chronischen Krankheitsträgern.

Therapie

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Der Erreger ist jedoch bereits resistent gegen einige Antibiotika.

Vermeidung

Wie bereits schon mehrfach beschrieben: Cook it, boil it, peel it or forget it.

Impfung

Wir haben den Totimpfstoff gewählt. Dieser hat einen Impfschutz von 60 bis 80% und wirkt für circa drei Jahre. Der Impfstoff beginnt nach 7 bis 14 Tagen zu wirken.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns für die Typhus Impfung entschieden. 

Dann gibt’s da noch Malaria

Vorkommen

Malaria ist in den tropischen und sub-tropischen Regionen dieser Welt zuhause. In über 100 Ländern entlang des Äquators findet man Malaria in Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien (Von der Südosttürkei über Indien bis zu den Philippinen).

Übertragung und Ansteckung

Die Krankheit wird heutzutage hauptsächlich durch den Stich einer weiblichen Stechmücke übertragen. Diese Stechmücken sind hauptsächlich nach Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang aktiv.

Die meisten Malaria Fälle werden durch Stechmücken von 22:00 Uhr bis 02:00 Uhr Nachts übertragen.

Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt sechs Tage bis mehrere Monate. Bei Ausbruch der Krankheit treten Fieber, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen auf. Manchmal kommt Erbrechen und Durchfall hinzu. Zwei Drittel der Erkrankungen führen zur schweren Malaria Unterart “Malaria tropica”. Das kann zu den Symptomen Nierenversagen, Krämpfe, Kreislaufkollaps und Koma führen.  “Malaria tropica” weist unbehandelt eine Sterblichkeitsrate von 20 Prozent auf.

Bei jeder Erkrankung während der Reise oder bis zu zwei Jahre nach der Reise muss daran gedacht werden, dass dies Malaria sein könnte. Auch weitere Symptome wie zum Beispiel Bewusstlosigkeit können sich zeigen.

Therapie

Wenn Malaria frühzeitig erkannt wird, kann es noch behandelt werden. Zunächst muss es jedoch diagnostiziert werden. Gerade in Gegenden mit wenig ärztlicher Infrastruktur sind Malaria Schnelltests eine gute Wahl. Diese zeigen mittlerweile eine gute Erkennungsquote. Falls der Test negativ ausfällt, sollte jedoch nach 24h und 48h nochmals getestet werden um sicher zu gehen, dass kein Fehler bei der Anwendung gemacht wurde und die Inkubationszeit nicht verletzt wurde.

Wenn positiv getestet wurde sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Wenn dies nicht möglich ist, gibt es Malaria Stand-By Medikamente, die man vorsorglich mitnehmen sollte. Sie sind speziell dann hilfreich, wenn man in Gegenden mit geringer ärztlicher Infrastruktur reist. Es werden bis auf wenige Ausnahmen die gleichen Medikamente, die auch für die Malaria Prophylaxe genutzt werden, verabreicht. Nur werden bei der Behandlung andere Dosierungen angewandt. Für die Dosierung und die Verschreibung musst du mit deinem Arzt sprechen.

Vermeidung

“Kein Stich – kein Malaria” , fasst das Tropeninstitut zusammen. Wie bereits vorher beschrieben ist der wirksame Mückenschutz bei Nacht sehr wichtig um Malaria zu vermeiden.

Man kann die Medikamente, die der Behandlung von Malaria dienen auch vorsorglich einnehmen. Dann sollte man bereits eine Woche vor Reise in ein Risikogebiet mit der Medikation beginnen.  Für Langzeitreisende ist dies jedoch eine enorme Belastung für den Körper. Mit Nebenwirkungen kann gerechnet werden.

Impfung

Es gibt keinen Impfstoff gegen Malaria.

Unsere Entscheidung: Wir haben uns GEGEN die Malaria Prophylaxe entschieden, da wir sehr viel in tropischen Gebieten unterwegs sein werden und nicht dauerhaft Medikamente einnehmen möchten. Zudem sagt man der Malaria Prophylaxe nichts gutes nach. Wir werden Malaria Schnelltests und Stand-By Therapie anwenden, falls wir tatsächlich an Malaria erkranken.

Kostenerstattung

Nach deiner Entscheidungen für deine Impfungen für eine Weltreise bekommst du von deinem Arzt ein Rezept. Damit bekommst du die notwendigen Impfstoffe. Wenn du Glück hast, übernimmt deine Kasse die Impfstoffkosten als auch die Arztkosten. Die Techniker Krankenkasse übernimmt die Kosten zu circa 90 Prozent, die BKK ZF & Partner Krankenkasse übernimmt sogar 100 Prozent der Kosten.

Am besten rufst du vor der Impfberatung bei deiner Krankenkasse an. Meine Krankenkasse hat mir mitgeteilt, dass eine ärztliche Impfberatung übernommen wird, eine ärztliche Reiseberatung jedoch nicht. Das kann man dann mit dem Arzt so klären, dass auch am Ende Impfberatung auf der Rechnung steht.

Wir sind keine Ärzte, daher dient dieser Artikel zum Thema Impfungen für eine Weltreise nur für deine Recherche vor einer ordentlichen Impfberatung beim Tropeninstitut oder einem Facharzt in deiner Umgebung. Diese können dich zu deinen persönlichen Impfungen für eine Weltreise in allen Details beraten. Etwas Vorwissen schadet bei den Gesprächen jedoch nicht! Wir haben die Informationen bewusst an manchen Stellen etwas vereinfacht für den Überblick!

Meine Quellen für diesen Artikel über Impfungen für eine Weltreise und auch für deine tiefergehende Recherche zu einzelnen Krankheiten und Impfungen: http://www.reisemed.at/http://impfen.dehttp://www.apotheken-umschau.de/https://www.fit-for-travel.dehttp://tropeninstitut.de/

Falls dir unser Artikel zu Impfungen für eine Weltreise weitergeholfen hat, freuen wir uns über einen Kommentar und das teilen dieses Artikels.

1

2 comments

  1. Hallo ihr Zwei, guter Artikel! Zum Thema Tollwut Impfung habe ich mich aus dem gleichen Grund, dafür entschieden. Ich starte heute auf meine Weltreise und da sie ohne Plan und Ziel erfolgt, gehe ich auf Nummer sicher….. Euch ganz viel Spaß und habt ne tolle Zeit …. werde es gerne weiter verfolgen 🙂

    LG SUSIE

    1. Danke Susie! Du startest heute, der Wahnsinn. Viel Erfolg und viel Spaß auf deiner Reise! Wir werden dich verfolgen!
      Lg,
      Bernd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*