IndianaUSAWeltreise Tagebuch

Wir versuchen unser Glück am einarmigen Banditen in Indiana

Nach einem langen Fahrtag erreichen wir unseren geplanten Stellplatz für die Nacht. Auf dem Parkplatz des Blue-Chip Casinos in Michigan City darf man kostenlos stehen. Wir finden es etwas schwieriger Stellplätze in den USA zu finden. Entweder finden wir bewirtschaftete Felder (Eigentum) oder Häuser (Eigentum) vor. Daher nutzen wir das Angebot des Casinos mit seinen RV-Stellplätzen aus. Der Security bestätigt uns, dass wir hier stehen können. Wir müssen nur so tun als würden wir spielen oder eventuell zum Abendessen ins Hotel kommen. Top!

Nachdem wir Tuco abgelegt haben, möchten wir einmal Casino-Luft schnuppern. Ich habe das schon in Cleveland und Atlantic City gesehen, für Claudia ist das Neuland.

In den USA ist Glücksspiel heute in 22 Bundesstaaten möglich. Das war aber nicht immer so. Während Nevada aufgrund einer Rezession bereits 1931 das Spielen wieder erlaubt hat, war das in den anderen Bundesstaaten weiterhin verboten. Es folgten das südliche Maryland und Atlantic City. Erst 1990 wurden zum Beispiel in Illinois und Louisiana die Bootscasinos erlaubt. Erst als 2005 Hurricane Katrina die meisten Kasinoboote auf dem Mississippi zerstörte, wurde erlaubt Kasinos nahe an befahrbaren Wasserwegen zu errichten. Bekannt sind auch die Indianerkasinos, die 1979 ins Glücksspielgeschäft eingestiegen sind, aber erst 1988 wurden diese auch auf Stammesterritorien legalisiert.

Mir kommt es so vor, als würden hauptsächlich Menschen spielen, die viel zu wenig Geld zum Spielen haben. Mit abgewetzten Klamotten, einer Zigarette im Mundwinkel und dem Bier in der Hand versuchen hier viele ältere Herrschaften den amerikanischen Traum nachzuholen. Nirgendwo auf der Welt wurden wir so oft gefragt, ob wir in der Lotterie gewonnen hätten, wie in Nordamerika.

Dabei antworte ich gerne, dass wir das nur machen können, weil wir KEIN Lotto spielen. Versuche lieber olympisches Gold zu gewinnen, Kanzler oder Filmstar zu werden, denn das ist wahrscheinlicher als den Jackpot zu gewinnen. Auch ist wahrscheinlicher, dass du durch einen Getränkeautomaten umkommst oder ins Krankenhaus musst, weil du einen Unfall beim Anziehen deiner Hose hattest und dann hatten wir es noch nicht vom Blitzeinschlag. Ja, ich habe das alles recherchiert!

TROTZDEM geben wir uns dem Glücksspiel hin. Fünf Dollarscheine erlauben wir uns aus unserem Reisebudget für dieses Spektakel. Wir suchen uns einen einarmigen Banditen und versuchen unser Glück. Der erste Dollar wird eingelegt, ich ziehe kräftig am Arm und ignoriere den hell leuchtenden Knopf, der dasselbe gemacht hätte. Die drei Räder beginnen sich zu drehen und halten auch schnell wieder an. Ding, ding, ding macht der Automat und wir haben unseren ersten Dollar bereits verdoppelt, was für ein Start!

Claudia zieht am einarmigen Banditen und hofft auf das große Los!

Allerdings sind diese zwei Dollar in nur 2 weiteren Minuten wieder weg. Wir wandern an den Automaten entlang, probieren diverse Strategien aus und keine fünf Minuten später sind wir blank. Na das war ja ein Reinfall. Aber gut … besser als vom Getränkeautomaten erwischt zu werden.

Das schwäbische Meer versinkt im Vergleich zum Lake Michigan mal wieder in der Bedeutunglosigkeit. Hohe Sanddünen und ein langer Sandstrand gehen über in den kristallklaren See, einfach der Wahnsinn. Auf der anderen Seite liegt Chicago, das wir aber auslassen werden. Unser Weg führt uns nun nach Illinois auf die Route 66 südlich von Chicago

Ein bisschen Sport muss sein!
Zauberhaft schön – Claudia und der Lake Michigan
Baden mit Tuco!
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