IranReisetipps

Alles was du für deine Reise in den Iran wissen musst!

Auf unserer Weltreise konnten wir 45 Tage durch den Iran fahren und haben allerhand spannendes erlebt. Du findest in diesem Beitrag, was dich im Iran erwartet und eine Basis für deine perfekte Route durch den Iran. Dazu verrate ich dir jede Menge nützliche Tipps für deine Reiseplanung.

Warum eigentlich Iran?

Gegenfrage: Warum Nicht? Entgegengesetzt zu den westlichen Medien lebt hier ein wunderbar neugieriges und freundliches Volk. Iraner sind sehr gastfreundlich und freuen sich sehr über westliche Touristen. Es wird ihnen in die Wiege gelegt, zu Gästen freundlich und zuvorkommend zu sein. Der Iran bietet zudem eine Fülle von kulturellen Highlights, die von den Highlights der Natur unserer Meinung sogar noch übertroffen werden.

Städte wie Isfahan und Yazd strahlen die Schönheit des persischen Reichs aus. Die einsamen Wüsten Dascht-e Kawir und Dascht-e Lut stehen im Kontrast zu den fruchtbaren Bergen im Nordwesten und dem Dschungel am Kaspischen Meer. Wer ganz in den Süden vordringt, findet Sandstrände am persischen Golf.

In den Städten kannst du auf den Bazaaren schlendern, günstig und gut Essen gehen und dir alle 5 Minuten anhören: „Welcome to Iran“. Man tauscht Instagram Profile aus und lebt ein Rockstar Leben.

Zwischen den Städten kannst du die Einsamkeit in den hohen Bergen oder der Wüste suchen. Wenn dann doch ein Schäfer vorbeikommt, wirst du mit aller Wahrscheinlichkeit zum Tee und/oder zum Abendessen eingeladen.

Es gibt tatsächlich die Schilder, auf denen steht: „Down with USA“. Davon wirst du aber sehr wenig mitbekommen. Wir treffen Rocker, Chevrolet Fans und Menschen, die gern in den USA arbeiten würden.

Die, im Westen bekannte, konservativ-religiöse Politik des Landes ist vielen Einheimischen ebenfalls ein Dorn im Auge. Es gibt hier mehr Militär und auch einige Polizei Checkpoints. Die Polizeikontakte enden bei uns aber immer mit gemeinsamen Selfies. Es gibt jedoch Regeln, an die du dich als westlicher Tourist zu halten hast.

Alles in allem ist der Iran ein Land, das für den internationalen Tourismus bereit ist. Bequeme und günstige Transportmöglichkeiten sind vorhanden, Hotels und Hostels stehen bereit und Tourenanbieter bringen einen zu den außerhalb gelegenen Attraktionen. Noch besser ist allerdings die Reise im eigenen Fahrzeug, um Natur und Kultur gleichermaßen erkunden zu können.

Was du vor deiner Reise in den Iran wissen solltest

Da dir jetzt klar ist, warum der Iran ein tolles Reiseland ist, habe ich wichtige Informationen und nützliche Tipps für dich zusammengefasst, die dir bei deiner Reiseplanung helfen. Du solltest das zumindest überfliegen, bevor du losfährst oder dein Flugticket buchst.

Visa, Carnet und Einreise

Visa on Arrival

Touristen, die mit dem Flugzeug anreisen, bekommen am Internationalen Flughafen in Teheran ein Visa-on-Arrival. Dieses kostet 75 Euro und ist 30 Tage gültig.

Wenn du über die Landesgrenzen einreisen möchtest, brauchst du bereits ein Visa im Pass. An der Landesgrenze von Armenien in den Iran  besteht theoretisch die Möglichkeit, das Visum vor Ort zu bekommen. Erfahrungsberichte anderer Reisender zeigen jedoch, dass das Visa-On-Arrival an der Armenisch-Iranischen Grenze nicht zuverlässig erhältlich ist.

Touristen Visa

Für Überlandreisende ist daher ein Touristenvisum Pflicht. Das bekommt man in Deutschland in den Iranischen Generalkonsulaten in München, Hamburg und Frankfurt oder in der Iranischen Botschaft in Berlin.

Das Visum hat eine Gültigkeit von drei Monaten ab Ausstellung. Innerhalb dieser Zeit kann man einreisen. Ab Einreise bekommt man als Tourist 30 Tage Zeit das Land zu erkunden. Man kann also am letzten Tag der Gültigkeit einreisen und dennoch 30 Tage im Iran verbringen. Visa Verlängerungen sind vor Ort schnell und einfach erledigt.

Bevor du das Visum jedoch beantragen kannst, benötigst du eine Referenz Nummer. Diese bekommst du entweder über das E-Visa-System  oder bei Tourenanbietern wie Key2Persia gegen eine Gebühr.

Expertentipp: Erwähne nicht, dass du mit deinem eigenen Fahrzeug oder mit dem Fahrrad einreisen möchtest. Verneine dies auch auf Nachfrage.  Wenn du angibst, mit Fahrrad oder Camper zu reisen, musst du eine Tour buchen. An der Landesgrenze wird deine Notlüge keiner beachten. 

Das E-Visa System ist seit Anfang 2017 aktiv und erspart einem die Zusammenarbeit mit einem Tourenanbieter für die Referenz Nummer. Das Visum selbst musst du trotzdem beim Konsulat oder in der Botschaft beantragen. 

Nachtrag Oktober 2017: Das E-Visa System scheint alles andere als zuverlässig zu funktionieren. Einige Reisende haben uns nun mitgeteilt, dass die Beantragung darüber nicht geklappt hat.

Bei der Beantragung musst du einen Reiseplan vorgeben. Wir haben hierfür den folgenden verwendet:

Itinerary Iran
Unser Reiseplan für die Visa Beantragung

Die Ausstellung der Referenz Nummer kostet bei der Agentur Key2Persia 35 Euro pro Person und kann per Paypal abgerechnet werden.

Die Ausstellung der Referenz Nummer dauert ein bis zwei Wochen und ist nur einen Monat gültig. Die Agentur beantragt mit deinen angegebenen Informationen die Referenz Nummer beim Iranischen Außenministerium. Sobald du die Referenz Nummer hast, kannst du damit dein Visum beantragen.

Visa Referenz Nummer
Die Referenz-Nummer in der “Visa Grant Notice”

Welche Dokumente du für die Visa Beantragung brauchst, findest du auf den Seiten der iranischen Auslandsvertretungen in München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin.

Die Ausstellung unserer Visa hat nur drei Tage gedauert und zusätzlich zu den Kosten der Referenznummer 75 Euro pro Person gekostet. Insgesamt haben wir mit der Referenz Nummer von Key2Persia und dem Visum 100 Euro pro Person bezahlt.

Einreise mit dem eigenen Fahrzeug

Für eine Einreise mit dem eigenen Fahrzeug benötigst du ein Carnet-de-Passages. Dieses muss zwingend bei Ein- und Ausreise ordentlich gestempelt werden. An der armenischen Grenze wird von uns keine KFZ-Versicherung verlangt und es entstehen keine Kosten.

Zoll bei der Einreise

Im Iran herrscht striktes Alkoholverbot und auch Schweinefleisch darf nicht eingeführt oder verzehrt werden. Genieße dein letztes Schweinesteak und Bier am Abend vor der Einreise, damit du keine Probleme an der Grenze bekommst.

Einreise von Armenien

Die Einreise über die Grenze von Armenien ist sehr entspannt, braucht aber etwas Zeit. Unseren Grenzbericht findest du hier

Visa Verlängerung im Iran

Eine Visa Verlängerung im Iran ist einfach und schnell in einer der Provinzhauptstädte im Iran zu bekommen. Es wird im Normalfall die gleiche Visa-Zeit hinten angehängt. Wir haben unser Visum in Yazd verlängern lassen und haben einen kleinen Guide darüber geschrieben.

Übernachtung im Iran

Hostels & Hotels

Doppelzimmer kannst du in den Städten bereits ab 35 USD pro Nacht finden, die meisten Hotels bewegen sich allerdings zwischen 45 USD und 60 USD. Eine günstigere Variante sind die Hostels, die oftmals auch Einzel- und Doppelzimmer für 20 bis 30 US Dollar anbieten. 

Manchmal gibt es dabei sogar ein Bad im Zimmer, meist muss man sich ein Bad mit anderen teilen. Geteilte Mehrbettzimmer mit Bad auf dem Flur bekommt man für um die 10 bis 20 US Dollar

Wir haben bei den Hotels und Hostels am Tag zuvor angerufen und telefonisch reserviert.

Couchsurfing

Auch Couchsurfing  ist im Iran sehr beliebt – Stephan Orth hat ein wundervolles Buch  über seine Couchsurfing Erfahrungen im Iran geschrieben. Lesenswert für heutige und zukünftige Couchsurfing Fans. Eine Übernachtung bei Privatpersonen ist jedoch bei den Iranischen Behörden nicht gern gesehen und sollte daher bei offiziellen Beamten nicht erwähnt werden.

Campingplätze in den Städten

Es gibt im Iran keine Campingplätze, wie man sie in Europa kennt. In den großen Städten und bei Touristenattraktionen gibt es jedoch Parks, in denen Camping explizit erlaubt ist. Manchmal umsonst, andermal für eine Gebühr, kannst du hier sicher über Nacht stehen.

Isfahan:  32.733555, 51.698014 – Großer Park mit Trinkwasser und Toiletten. Sehr gut bestückter Supermarkt in der Nähe. Kosten zwischen 100.000 und 150.000 Rial pro Nacht.

Kashan: 33.96443, 51.48545 – Kostenloser Park, etwas außerhalb der Stadt mit Trinkwasser und Toiletten

Mashhad:  36.244995, 59.615536 Großer Park mit Campingmöglichkeit – Trinkwasser und Toiletten vorhanden. Sie wollten von uns 150.000 Rial für eine Nacht. Daher sind wir auf den Parkplatz eines anderen Parks gefahren, der umsonst war – 36.227053, 59.619872.

Shiraz: 29.629838, 52.542143 – Park, in dem für 100.000 Rial übernachtet werden kann.

Tabris: 33.066, 46.33107 – Kostenloser Park mit Duschen, Toiletten, Trinkwasser. Eine Passkopie wird benötigt.

Teheran: 35.757255, 51.426939 Camping auf dem großen Parkplatz eines Stadtparks.

Zanjan: 36.65711, 48.51542 – Camping direkt an einer vielbefahrenen Straße. Toiletten und Trinkwasser sind vorhanden

Auch bei manchen Attraktionen wird gecampt. Beispielsweise bei den Kathale Khor Höhlen (35.8355532, 48.161685) zwischen Zanjan und Hamadan gibt es einen Picknick- oder Campingbereich, am Morteza Ali Canyon bei Tabas kann man ebenfalls stehen (33.652866, 57.156419).

Wild Campen

Wild Campen ist im Iran kein Problem, es gibt beinahe überall genug Möglichkeiten abseits der Straßen. Falls du Unterstützung bei der Stellplatzsuche benötigst, schau doch mal hier.

Einen Tipp können wir dir jedoch mit auf den Weg geben. Wenn man von der Straße einsehbar steht, kann man davon ausgehen, dass einen Nachts die Polizei besuchen kommt um dich nach Pässen zu fragen. Es kann auch vorkommen, dass sie dich zu einem „sicheren“ Stellplatz  (Stadtpark) mitnehmen möchten. Wir konnten uns jedoch immer rausreden und stehen bleiben.

Du solltest vermeiden, in Sichtweite von Industrieanlagen, Kraftwerken und Militärstationen zu campen. Es kann sonst leicht passieren, dass du für einen Terroristen oder Spion gehalten wirst und die Nacht bei den Herren der Militärpolizei verbringst.

Du kannst bei deinen „wilden“ Übernachtungen in einem Campervan davon ausgehen, dass man nicht versteht, was ein Campervan ist und daher Nachts um 1 Uhr jemand mitten im Nirgendwo um dein Fahrzeug schleicht und es mit der Taschenlampe ableuchtet. Das führt manchmal zu kuriosen sehr langen Gesprächen mitten in der Nacht. Es ist jedoch kein Grund zur Sorge. Sobald die Leute verstehen, dass man Tourist ist, freuen sie sich sehr und würden dich am liebsten mit nach Hause nehmen.

Geld im Iran

Toman und Rial

Die Währung die du beim Geld Wechseln bekommst nennt sich Rial. Allerdings rechnet im Iran fast niemand mit Rial. Die Iraner denken in Toman. 1 Toman sind 10 Rial. Das bedeutet, wenn dir auf einem Taschenrechner in einem Shop angezeigt wird, dass du 6.000 schuldig bist, musst du 60.000 Rial bezahlen. Wenn dir der Preis zu hoch vorkommt, kann es sein, dass der Iraner selbst in Rial umgerechnet hat.

Wie komme ich an Geld?

Durch das Wirtschaftsembargo der USA haben es Kreditkarten wie AMEX, VISA und Master Card immer noch nicht in den Iran geschafft. Das bedeutet, dass du dein gesamtes Bargeld bereits dabei haben musst.

Du kannst in jeder größeren Stadt an offiziellen Geldwechselstuben dein Geld wechseln. In Ausnahmefällen bieten auch Banken diesen Service an. Die meisten Banken haben uns aber abgelehnt und an Geldwechselstuben verwiesen. In Hotels lässt sich ebenfalls Geld wechseln, die Kurse sind aber in der Regel schlechter als in den offiziellen Stuben. Auf den Straßen der Touristenstädte rennen dir auch Männer auf der Straße hinterher, die das Geld wechseln möchten. Davon rate ich ab, denn es stehen dann gerne mehrere Personen interessiert nebenan und sehen dir beim Geld zählen zu.

Wir haben unseren Dollar-Vorrat bereits in Deutschland gewechselt und mitgebracht. Mit Euro kommt man hier ebenfalls zurecht. Nur die Turkmenische Botschaft wollte zwingend Dollar von uns haben. In Georgien, der Türkei und Armenien finden sich allerdings auch Wechselmöglichkeiten und sogar Geldautomaten, bei denen man Dollar bekommt.

Koordinaten von einigen Wechselstuben im Iran:

Ardabil: 38.250237, 48.299728

Bandar-e Abbas: 27.178814, 56.276312

Isfahan: 32.658631, 51.669567

Kashan: 33.988642, 51.449574

Kerman: 30.291347, 57.073783

Mashhad: 36.293866, 59.591076

Shiraz: 29.618893, 52.541585

Siyahrud: 38.867329, 46.004521  (In der Nähe der armenischen Grenze)

Tabris: 38.079197, 46.291209

Tehran: 35.694628, 51.418858

Yazd: 31.900622, 54.372702

Wie viel Cash brauche ich?

Das kommt, wie immer, auf deine persönlichen Bedürfnisse an. Wenn du einen Monat im Hotel nächtigst, jeden Tag essen gehst und mit Zug und Bus reist  solltest du mindestens 2.000 Dollar dabei haben.

Mit eigenem Fahrzeug benötigst du einen Puffer, falls eine Reparatur anfällt und ein Ersatzteil beschafft werden muss. Falls du ein Visum für Turkmenistan oder andere Länder benötigst, musst du auch diese Kosten berücksichtigen.

Nach Rücksprachen mit mehreren Reisenden solltest du bei ausschließlich Wild Camping und Selbstversorgung mit 1000 USD pro Monat gut auskommen. Wenn du, wie viele Motorradfahrer, immer wieder ein Hostel oder Hotel anfährst, dann kannst du auch 1500 USD einplanen.

Wir haben in 45 Tagen circa 850 Dollar Cash benötigt, das sind weniger als 20 Dollar pro Tag. Wir haben 2 Nächte im Hotel und 6 Nächte im Hostel übernachtet, waren in den Städten hauptsächlich Fast Food essen und haben uns sonst selbst versorgt. Dazu kommen einige Einladungen für einen Nachtplatz oder Essen. Hätten wir alle Einladungen angenommen, wären wir bei circa 650 Dollar gelandet (Kein Hotel in Isfahan und deutlich weniger Lebenshaltungskosten).

Die beste Reisezeit für den Iran

Wir verbringen den Sommer im Iran, eine unerbittliche Zeit, wenn du in die Wüste oder in den Süden im Iran möchtest. Dafür ist es im Nordosten in den Bergen rund um Masuleh und Ardebil wunderschön.

Am Persischen Golf und direkt am Kaspischen Meer ist der Sommer noch gemeiner, denn dort wird es nicht nur heiß, sondern auch schwül.

Da im Winter allerdings in den westlichen und nördlichen Bergen alpines Klima herrscht, und auch in anderen höheren Bereichen im Land Schnee fällt, ist der Winter für Berg-Liebhaber auch nicht die beste Variante (außer du willst Ski fahren!).

Daher eignen sich besonders Frühjahr (April und Mai) und Herbst (September und Oktober) für eine Reise in den Iran.

Auch im frühen März ist eine Reise schön, doch aufgepasst – Mitte März ist das Nouruz Fest. In der Woche um das Fest herum, reisen die Iraner außergewöhnlich viel. Hotels und Touristenattraktionen, als auch Parks werden sehr voll sein. Die Hauptreisezeit im Sommer für die Iraner ist im Juli und August.

Donnerstags und Freitags ist außeralb der Reisezeiten im Iran mehr los, als an den restlichen Wochentagen.  Das Land füllt sich mit Picknick-Fans. Iraner verlassen dann in Scharen ihre Häuser um draußen zu grillen und Tee zu trinken.

Sicherheit im Iran

Die vermeintlich schlechte Sicherheitslage ist der Grund, weswegen sich viele Reisende gegen den Iran entscheiden. In Deutschland wurden wir sehr oft davor gewarnt, in den Iran einzureisen.

De facto gab es am 7. Juni 2017, eine Woche vor unserer Einreise, einen Anschlag in Teheran bei dem viele Menschen ums Leben gekommen sind. Auch die Grenzregionen zu Pakistan, Afghanistan und Irak sind nicht die sichersten. Das Auswärtige Amt rät dringend davon ab, in den Osten der Provinz Kerman und nach Sistan-Belutschistan zu reisen. Dies wird von vielen Reisenden jedoch anders interpretiert. Das hohe Entführungsrisiko ist seit vielen Jahren nun nicht mehr eingetreten. Wir haben uns gegen eine Reise durch Belutschistan entschieden. Pakistan werden wir über Zentralasien und China anfahren.

Die Route, die wir hier beschreiben ist jedoch sicher (Stand Juli 2017) und berührt keine der gefährlichen Grenzregionen oder Provinzen. Höre am besten auch auf die Iraner, die wissen, wo man im eigenen Land hinkann oder nicht.

Was den Anschlag in Teheran angeht, wir reisen weiterhin auch gerne nach Paris oder Berlin. Daher würden wir auch nach Teheran reisen.

Im Iran wollte uns in 45 Tagen keiner etwas antun. Die einzige Gefahr ist Blindheit durch übermäßige Selfies mit den Einheimischen am Abend. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden auch wir gerade in Grenznähe oft kontrolliert.

Für eine genaue Abschätzung, schaue am besten auf den Seiten des Auswärtiges Amts.

Einkaufen

Große Supermärkte sind im Iran rar. In einigen Städten finden wir einen Supermarkt mit etwas größerer Auswahl. Die meisten größeren Märkte haben aber nur mehr Platz um dieselbe, geringe Auswahl zu vertreiben.

Expertentipp: Bring genug Tampons mit! Nach eigener Suche und Internet-Recherche … es gibt sie hier so gut wie nicht. Hier werden Binden genutzt. Diese kann man auch überall finden.

Wir finden hier westliche Produkte wie Nutella (nicht immer), Coca Cola und Pepsi ohne Probleme. Wir stellen uns beim Kochen auf die lokalen Produkte um und improvisieren damit. Die tollen Reise-Rezeptbücher, die wir dabei haben, sind Unnütz, denn wir finden für kompliziertere Gerichte kaum mehr die Zutaten. Die Iraner sind es gewohnt, für jedes kleine Etwas in unterschiedliche Läden zu fahren. Unser Nachteil ist, dass die Iraner  wissen, wo sie hin müssen und sich einfacher verständigen können. Wir nicht.

Gemüse und Obst findet man bei speziellen Gemüse/Obst-Händlern. Melonen werden oftmals direkt aus dem Pickup verkauft. Reis, Nudeln, Tomatenmark, Bohnen, Thunfisch und Käse findet man in den Minimärkten, die auf den ersten Blick nur Cola und Chips verkaufen.

Es gibt verschiedene Arten von Brot im Iran. Wir haben Maisbrot gegessen, Zopf und Fladenbrot wie in der Türkei. In den meisten Gegenden findet man aber verschiedene Arten von Fladenbrot, das hauchdünn aber auch etwas dicker gebacken werden kann. Manchmal muss man die Steine aus dem Steinofen noch selbst heraus pulen, bevor man das Brot essen kann. Wirklich geschmackvoll sind die meisten Fladenbrote unserer Meinung nicht, allerdings gewöhnt man sich schnell daran.

Trinkwasser im Iran

Wir finden Trinkwasser, zum Füllen unserer Kanister im Iran hauptsächlich in den Stadtparks oder bei Moscheen. Wir nehmen aber auch Leitungswasser aus dem Schlauch, wenn es vom Eigentümer als unbedenklich eingestuft wird. Damit sind wir ohne Probleme durchs Land gekommen. Bei den Brunnen in den Wüstendörfern sollte man auf jeden Fall fragen, bevor man die Trinkwasserkanister vollmacht, denn einige davon haben laut den Iranern keine Trinkwasserqualität. Auch das Trinken aus Flüssen empfehlen wir nicht, denn im Fluss wird das Auto, die Wäsche und das Geschirr gewaschen.

Essen & Picknick

In den Städten gibt es jede Menge Restaurants und Fast-Food Buden. in den Restaurants in Yazd wurden eher Eintöpfe und Curry serviert, ansonsten finden wir hauptsächlich Kebab-Restaurants vor. Dazu gibt es jede Menge Reis.

Zum Lunch ist Kebab mit Reis sehr beliebt. Meist wird eine gegrillte Tomate oder eine rohe Zwiebel dazu angeboten. In den Familien wird fast immer auf dem Boden gegessen. Hierfür wird eine Plastik-Tischdecke auf dem Teppich ausgerollt und daneben Platz genommen. Im Restaurant findet man Stühle als auch Erhöhte Podeste mit Teppichen vor, auf denen gespeist werden kann.

Die Iraner sind die größten Picknick-Freunde. Überall, wo man vom Auto nicht zu weit laufen muss und im Sommer Schatten zu finden ist, wird gepicknickt. Im Straßengraben, auf dem Kreisverkehr oder in den vielen Parks, die in jeder Stadt zu finden sind. Zum Picknick gibt es manchmal nur Reis, andermal wird Hühnchen mit Safran am Spieß gegrillt. Es gibt aber immer Tee und oft Dugh, ein Joghurt Getränk. Dugh wird oft mit Rosenblättern oder Minze verfeinert. Es ist nicht jedermanns Geschmack, aber erfrischend ist es auf jeden Fall.

Man beobachtet viele Männer beim Kochen und Grillen, die den Frauen auf Reisen die Arbeit abnehmen.

Der Taarof

Um die Iraner etwas besser zu verstehen, machen wir nun einen kleinen kulturellen Exkurs. Wir haben in unseren Beiträgen über den Iran davon berichtet, dass wir oftmals zum Essen eingeladen wurden, einige Dinge nicht bezahlen mussten und konnten die überschwängliche Gastfreundschaft im Iran erleben.

Bevor man aber „Heureka“ ruft und sich durch den ganzen Iran schnorrt, sollte man den Taarof kennen.

Im Iran gehört es sich, Höflichkeiten in, für unsere Verhältnisse, übertriebenem Maße auszutauschen. Das kann bedeuten, dass einem der Preis für einen Einkauf erlassen wird, eine Reparatur umsonst durchgeführt wird, man zum Essen eingeladen wird oder ähnliches.

Eigentlich möchten die Iraner nur Ihre Höflichkeit beweisen. Das bedeutet, wenn du kein Geld bezahlen sollst oder deine Rechnung übernommen wird, obwohl es angebracht ist, dass du sie selbst übernimmst, verweigere das Angebot mindestens drei Mal strikt. Oftmals darfst du dann deine Rechnung einfach bezahlen und alle sind glücklich. Denn eins sei gesagt, der Verkäufer will sein Geld, genauso wie du bezahlen solltest.

Tatsächlich kommen wir mehrmals in die Situation, dass wir partout nicht bezahlen dürfen. Auch nach 5 Versuchen, dem Wegnehmen der Bankkarte und ähnlichen Aktionen, wird darauf verwiesen, dass wir Gast sind und daher nichts zu bezahlen haben. Punkt. In diesen Fällen geben wir auf. Das sollte aber nur gemacht werden, wenn man merkt, dass der Iraner sich das auch wirklich leisten kann.

Teilweise geht das soweit, dass man eingeladen wird, obwohl der Gastgeber eigentlich arbeiten müsste oder eine andere wichtige Verpflichtung hat. Daher sollte man auch Einladungen erst einmal Ablehnen und auch hier versuchen zu verstehen, ob die Einladung keine negativen Konsequenzen für den Gastgeber hat.

Wir erleben live, dass der Ehemann einer Englischlehrerin beim Chef der Frau anruft und sie wegen Krankheit entschuldigt um mehr Zeit mit uns verbringen zu können.

Ramadan im Iran

„Ramadan ist der islamische Fastenmonat, dessen Daten von Jahr zu Jahr variieren. [… ] In dieser Zeit religiöser Besinnung gilt für Muslime ein Fastengebot, d.h. der Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen sowie z.B. sinnliche Genüsse wie Parfüm, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten (wobei Ausnahmen für Schwangere, Kranke, kleine Kinder und Reisende bestehen), sollten auch Nichtmuslime dem Fasten der Muslime mit Respekt begegnen und darauf achten, keine religiösen Gefühle zu verletzen. Während des Ramadans ist tagsüber das Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit auch für Nichtmuslime verboten.

Während des Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) […] zu rechnen.“ Auswärtiges Amt

Wir haben zwei Wochen Ramadan miterlebt und können das so bestätigen. Viele Iraner ziehen das Fasten nicht komplett durch. Hierfür gibt es extra verschleierte Restaurants, in denen gegessen werden kann. In Parks wurde auch tagsüber getrunken und gegessen. Das Argument hierfür im O-Ton: „A park is not public“. Na dann!

Die kleinen Märkte, in denen wir auch sonst einkaufen, haben auch während des Ramadans offen. Wir sind weder verhungert, noch verdurstet.

Kleidungsvorschriften im Iran

„Frauen müssen die islamischen Bekleidungsvorschriften einhalten. Es müssen Arme und Beine bis zu Knöcheln bzw. Handgelenken bedeckt sein. Ein Mantel muss mindestens knielang sein und soll die weiblichen Körperformen verhüllen. Haare und Nacken müssen durch ein Kopftuch bedeckt sein.“Auswärtiges Amt

Das Gesetz gilt auch für Touristinnen. D.h. man sollte bereits bei der Einreise ein Kopftuch und eine Bluse, die über den Hintern geht, dabei haben.

Es müssen nicht strikt alle Haare unter dem Kopftuch sein. Hier gilt auch wieder, schau dich um und passe dich an. Für Männer gilt, dass lange Hosen getragen werden müssen. Am Kaspischen Meer sehen wir einige Männer Dreiviertel-Badeshorts und T-Shirt baden.

Während der Fahrt hat Claudia das Kopftuch immer in den Nacken gelegt und nur dann aufgezogen, wenn wir langsam durch ein Dorf gefahren sind oder ein Polizei Checkpoint auf uns gewartet hat.

Weitere Regelungen

Es gibt einige weitere Regelungen, die speziell das Verhältnis zwischen Mann und Frau betreffen. In den Städten, sitzen Frauen im Bus hinten, Männer vorne. Das ist bereits über den Eingang getrennt. Bei konservativen Familien sitzen Frauen in einem anderen Zimmer als die Männer. Wichtig ist zu wissen, dass Nicht-Ehelicher Verkehr mit dem Tod bestraft werden kann. Das trifft theoretisch auch auf Touristen zu. Homosexuelle Beziehungen werden ebenfalls mit der Todesstrafe geahndet. Gleichgeschlechtliche Liebe sollte man auf keinen Fall öffentlich zeigen. 

Praktischerweise kümmert es aber kaum jemanden offizielles ob man verheiratet ist oder nicht. Falls man gefragt wird, ist das bei uns immer aus Interesse. Ich würde jedoch als kleine Notlüge einfach behaupten, dass man verheiratet sei, auch wenn man das nicht ist. All die anderen Fragen der interessierten Iraner über die Anzahl der Kinder oder warum man keine hat, muss man über sich ergehen lassen, ob man nun tatsächlich verheiratet ist oder nicht.

Hier im Iran nehmen die Frauen im Kreis der Familie zwar den Namen des Mannes an, behalten aber offiziell ihren Geburtsnamen.

Händeschütteln ist zwischen zwei Männern und zwei Frauen kein Problem. Zwischen Frau und Mann allerdings schon. Hier zeigt es Respekt, dem anderen Geschlecht „Salam“ zu sagen und die rechte Hand aufs Herz zu legen. Falls dir das andere Geschlecht dennoch die Hand anbietet, ist alles in Ordnung und du kannst sie annehmen. Du solltest grundsätzlich nicht die Initiative beim anderen Geschlecht ergreifen.

Reisen im Iran

Fernbus und Zug

Mit dem Fernbus oder dem Zug kommt man im Iran bequem von Stadt zu Stadt. Bei Bussen wird zwischen VIP und normalem Bus unterschieden. Eine Reise von Teheran nach Isfahan kostet im normalen Bus circa 4 US Dollar, im VIP Bus um die 6 US Dollar. Tickets können an den Busbahnhöfen, mit Hilfe des Hotels oder online gebucht werden. 

Auch das Schienennetz verbindet die wichtigsten Städte miteinander. Man kann online sein Ticket bei Iranrail besorgen, bekommt das Ticket allerdings per E-Mail und muss aus ausdrucken. Buchen kann man auch mit Hilfe eines iranischen Reisebüros, des Hotels oder direkt am Bahnhof.

Stadtbus und Taxi

Die städtischen Bus-Netzwerke sind für uns bis zuletzt völlig intransparent geblieben. Nur mit Hilfe eines iranischen Begleiters sind wir Bus gefahren. Bus fahren ist zwar sehr günstig, die Taxifahrten aber auch erschwinglich. Wir haben immer zwischen 2 und 5 US Dollar für eine Taxifahrt bezahlt. Es lohnt sich zu verhandeln und verschiedene Taxifahrer zu fragen. Für dieselbe Strecke in Isfahan, haben wir einmal 4 Euro bezahlt, einmal 1 Euro.

Mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Mietwagen.

Die Straßen im Iran sind mit den Deutschen Straßen vergleichbar. Man kann hier aber jede Menge Piste und Offroad finden.

Der Verkehr ist, wenn man vom Westen kommt, gewöhnungsbedürftig chaotisch. LKW Fahrer kennen keine Bremsen, Fahrspuren sind nur zur Zierde vorhanden. Es fahren immer so viele Autos nebeneinander, wie auch nebeneinander passen. Feindkontakte gibt es daher immer wieder (Wir hatten keinen!). Rote Ampeln werden von PKWs meist beachtet, von Motorradfahrern allerdings nicht. Eine Straße zu Fuß zu überqueren geschieht mit Blickkontakt zum Fahrer mit der Hoffnung nicht überfahren zu werden. Sich vor schnelle Autos zu schmeißen, macht ja auch keiner in Deutschland, daher einfach vorsichtig sein und mit einer Portion Mut über die Straße gehen. In Städten, Dörfern, an Kreuzungen gibt es die typischen Bremsschwellen, die einen zum langsam fahren zwingen.

Im Kreisverkehr hat das Einfahrende Fahrzeug Vorrang. So nett die Iraner sind, hinter dem Steuer verwandeln sie sich gerne mal. Wir konnten beobachten, wie im Stau ein Auto auf ein anderes auffährt. Der Fahrer im hinteren Auto steigt aus, beschimpft den Fahrer des vorderen Autos, steigt wieder ein und fährt weiter. Wir bleiben baff zurück.

In den Städten ist es oft voll und chaotisch, auf den großen Highways haben die LKWs das sagen. Bloß weil man blinkt, heißt es nicht, dass das andere unbedingt sehen. Behalte deine Rückspiegel im Auge. Ich wurde einmal links überholt, als ich angehalten habe um links abzubiegen. Das hat beinahe geknallt.

In den Städten ist es hilfreich, wenn der Beifahrer ebenfalls ein Auge auf den Verkehr wirft. Speziell beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr, wenn von Rechts Fahrzeuge in den Kreisverkehr einfahren, die theoretisch Vorfahrt haben, hat mir das sehr geholfen.

Wenn du in Teheran ankommst, kann man sich bei Europcar in Shiraz, Teheran oder Isfahan einen Mietwagen organisieren. Eine Reise im Mietwagen kann äußerst interessant sein, denn viele Highlights im Iran befinden sich nicht in den Städten, sondern zwischen den Städten. Die Natur ist atemberaubend und kann mit einem eigenen Fahrzeug sehr gut erkundet werden. Spritkosten sind generell vernachlässigbar.

Mit Kautionsrückzahlung ist das allerdings etwas komplizierter. Im Lonely Planet Forum kannst du dich etwas schlauer über die Erfahrungen anderer Reisender zum Thema Mietwagen im Iran machen.

Toiletten im Iran

Im Iran sind Hocktoiletten verbreitet. Die Sauberkeit ist manchmal OK, oft nicht so toll. In privaten Unterkünften und Hotels findet man immer wieder normale Sitztoiletten. Klopapier gibt es selten. Klopapier darf, wenn es vorhanden ist, oftmals nicht heruntergespült werden, sondern muss im Mülleimer entsorgt werden. Die Abwasserrohre sind schlichtweg nicht auf Klopapier ausgelegt. In jedem Klo findet man Wasserschläuche um sich damit den Hintern abzuwaschen.

Internet im Iran

Wir haben eine Sim Karte von Irancell in Jolfa erworben. Man muss ein wenig herumfragen, aber mit „Irancell SIM Card“ konnten die meisten etwas anfangen und wir haben nach kurzer Zeit einen Laden gefunden, der diese verkauft. Für 5 Euro bekommen wir 3 GB für 30 Tage und eine Sim Karte. Aufladen ist super einfach, wenn du einen Iraner bei dir hast. Der kann dir einen Tarif aussuchen und auch direkt über das Handy mit seinen Bankinformationen bezahlen. 12GB für 30 Tage gab es für circa 9 Euro. 

Um auch wirklich frei surfen zu können und zum Beispiel Facebook zu benutzen solltest du bereits einen VPN zur Verfügung haben, denn im Iran ist einiges geblockt. Streamingseiten, Facebook, Google Services wie Analytics und weitaus mehr.

Auf dem Macbook arbeite ich mit dem Opera Browser, der umsonst einen VPN-Service mitliefert. Auf dem Iphone nutzen wir für 13,99€ im Monat die VPN360 App.

Der Empfang in den Städten ist super, auf dem Land dagegen kannst du Internet meist vergessen.

MCI hat deutlich besseren Empfang in den ländlichen Gebieten, doch die Iraner möchten uns MCI nicht verkaufen, da es wohl zu teuer sei. Falls du Erfahrungen mit MCI hast, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

WLAN gibt es in Hotels und in den Großstädten in Restaurants oder Cafés. Irancell war dann aber meist schneller als das Hotel-WLAN. Hin und wieder ist dann auch das Hotel-Internet-Kontingent aufgebraucht und das Hotel muss erst nachbestellen.

Sprit im Iran

Gas, Benzin und Diesel gibt im Iran zur Genüge. Früher musste man mit einem Dieselfahrzeug eine Tankkarte organisieren oder mit den LKW Fahrern einen Deal machen. Das ist nicht mehr notwendig. Jeder Tankwart hat seine eigene Tankkarte. Während der iranische LKW Fahrer für 3.000 Rial pro Liter tankt, zahlen wir 6.000 Rial pro Liter. Der Preis sollte vorher abgeklärt werden. Einmal mussten wir 10.000 Rial pro Liter bezahlen.

Auf den Wüsten-Etappen sollte man genügend Sprit dabei haben beziehungsweise die Chancen der Tankstelle auch nutzen. Denn es gibt nicht an jeder Tankstelle Diesel. PKWs fahren alle mit Benzin oder Gas. Nur die LKWs fahren mit Diesel. Daher erkennst du die Dieseltankstelle an den tankenden LKWs. Auf dem Weg von Yazd über Tabas nach Mashhad durch die Wüste, ist das Tankstellennetz nicht so dicht, wie im Nordwesten Irans.

Eine Route durch den Iran

Wie kann eine Reiseroute durch den Iran aussehen? Es gibt im Iran so viel zu entdecken. Wir möchten dir hiermit einen Guide an die Hand geben, mit dem du deine eigene Route durch den Iran planen kannst. Die hier beschriebenen Streckenabschnitte bieten verschiedene Optionen, das Land zu erkunden. Die Route beginnt im Nordwesten, mit einer Einreise aus der Türkei oder Armenien und endet mit einer Ausreise nach Turkmenistan im Nordwesten.

Falls du von Turkmenistan kommst, kannst du die Strecke natürlich umgekehrt angehen. Falls du von Teheran aus startest, kannst die Streckenabschnitte 1-4 bereisen und dann mit Streckenabschnitt 6 fortfahren.

Streckenabschnitt 1: Tabris und Kandovan

Kandovan
Kandovan

Von der türkischen oder der armenischen Grenze sind es nur 300 bzw. 200 Kilometer bis nach Tabris. Die Fahrt entlang des Aras Flusses von der Armenischen Grenze bis nach Jolfa ist atemberaubend schön.

Der historische Bazaar ist weltberühmt und seit 2010 ein UNESCO Weltkulturerbe. Im Azerbaijan Musem kann mehr über die Region erfahren.

Nicht weit von Tabris entfernt findet man das kleine Dörfchen Kandovan. Man spricht vom kleinen Kappadokien, denn auch dort findet man bewohnte Höhlen im Tuffgestein. Ein Besuch im Dorf kostet jedoch 40.000 Rial. Wenn man durch das kleine Dorf komplett hindurchfährt, kann man auf einer Piste weit in die Berge hinauf fahren um zu campen.

Streckenabschnitt 2: Über die Berge nach Mesghin-Shar, Ardabil, Masuleh und Zanjan

Unser idyllischer Stellplatz vor dem Mt. Sabalan

Im Sommer ist eine Abkühlung in den nordwestlichen Bergen im Iran wundervoll. Auf dem Weg nach Meshgin-Shar kannst du dir im Norden noch das Babak Fortress ansehen.  Zwischen Mesghin-Shar und Ardebil liegt der Vulkan Mt. Sabalan. Auf den Hängen des Vulkans und den umliegenden Bergen sind im Sommer die Nomaden mit ihren Schafsherden unterwegs. Hier kannst du einen tollen Einblick in das Nomadenleben ergattern.

Auch der Weg von Ardebil durch die Berge nach Masuleh ist sehr empfehlenswert. Der Weg nach Astara hingegen lohnt sich unserer Meinung nur, wenn man den heißen, feuchten, iranischen Dschungel finden möchte. Man wird dort durch Nebel und schwüle Hitze empfangen. Die Straße am Kaspischen Meer wurde uns von lokalen Touristen empfohlen. Wir konnten dem jedoch nicht viel abgewinnen.

Traumhafte Bergpisten

Viel Schöner ist der Weg durch die Berge von Ardabil über Khalkhal nach Masuleh. Von Masuleh kannst du einen Abstecher nach Rashd machen oder zurück über die Berge nach Zanjan fahren.

Streckenabschnitt 3: Am Urmiasee entlang und durch die Berge zu Takht-e Soleiman

Anstatt von Tabris nach Osten aufzubrechen, kannst du auch nach Westen zum Urmiasee fahren. Der Urmiasee ist ein großer Salzsee, der bereits als der nächste Aralsee gehandelt wird, da er von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt. Im Frühjahr kannst du hier Flamingos beobachten. Vom südöstlichen Zipfel des Urmiasees  in Miyandoab kannst du entweder über die Hauptstraße zu Takht-e Soleiman fahren oder du fährst nach Osten bis  Qareh Aqaj und nimmst die Nebenstraßen und Pisten über die Bergdörfer Chowqati und Dandi zum Takht-e Soleiman. Von Takht-e Soleiman führt die Straße durch die Berge bis nach Zanjan.

Streckenabschnitt 4: Zanjan und Soltanyieh

Zanjan ist ein kleines Handwerker-Städtchen. Die Einwohner sind besonders stolz auf die Schuhe, die dort hergestellt werden. Außerdem findet man den persischen „Ötzi“ in Zanjan. Im sogenannten „Salty Men Museum“ kann man die Leichen von jungen Männern betrachten, die vor vielen Jahrhunderten beim Bergbau gestorben sind und vom Salz konserviert wurden.

Nicht weit von Zanjan findet man das UNESCO Weltkulturerbe „Soltaniye“, dem man auch einen Besuch abstatten kann. Die große Kuppel ist zwar seit vielen Jahren innen mit einem Gerüst versehen, aber man kann die Dimension des größten Ziegel-Kuppelbaus der Welt nachvollziehen.

Streckenabschnitt 5: Kontrastprogramm Teheran und Qom

Von Soltaniye kannst du in Richtung Teheran aufbrechen und von dort nach Süden über die Stadt Qom nach Kashan gelangen. In Teheran kannst du erleben, wie progressiv viele junge Iraner mittlerweile sind.  Während man in Teheran den Fortschritt spürt, wirst du in Qom viel über den konservativen Iran lernen. 

Streckenabschnitt 6: Über Nebenstraßen nach Kashan

Von Soltanyie kann man über Nebenstraßen auch direkt nach Süden, wobei man Teheran und Qom auslässt. Auf dem Weg befinden sich zwei Höhlensysteme. Die Ali Sadr Höhle und die Katale Khor Höhle. Da Ali Sadr bei den Iranern sehr beliebt ist (es sollen Unmengen an lokalen Touristen dort sein), empfehlen wir einen Besuch bei der Katale Khor Höhle, vor der man auch wunderbar campen kann. Eine geführte Tour führt tief in die Höhle hinein und auf gleichem Wege wieder heraus. Von den Höhlen führen weitere Nebenstraßen und Pisten an Hamadan und Arak vorbei bis nach Kashan.

Streckenabschnitt 7: Kashan und die Dasht-e Kawir

Die historische Stadt Kashan liegt direkt an der Wüste Dasht-e Kawir. Von dort kann man einen Ausflug zur Marenjab Karawanserei machen. Die Marenjab Karawanserei wurde restauriert und liegt am weißen, ausgetrockneten Salzsee Namak. Man kann über den See sogar auf eine Insel im See fahren. Dafür ist Allrad notwendig. Du kannst 70 Kilometer tief in die Wüste vordringen, bevor der Nationalpark Kawir beginnt. Eine Durchfahrt durch den Nationalpark ist verboten. Wir empfehlen ausdrücklich dieses Verbot nicht zu brechen. Auf Maps.Me gibt es Pisten, denen man bedenkenlos folgen kann. Auf dem Namak See werden diese unsichtbar, du solltest nur am Rand des Sees die Piste befahren um Treibsand auszuweichen.

Wenn du dann dein Nachtlager in der Wüste gefunden hast, kannst du mit etwas Glück die Kamele vor dem Sonnenuntergang beobachten und später den klaren Sternenhimmel genießen.

Im Sommer ist ein Besuch in der Dasht-e Kawir besonders anspruchsvoll, denn die Hitze ist erschlagend und weicht auch nicht in der Nacht. Achte darauf, dass du genug Wasser und Diesel an Bord hast. Handy Empfang gibt es hier keinen und sobald du weiter als bis zur Marenjab Karawanserei fährst, wirst du auch keinen Verkehr mehr vorfinden.

Streckenabschnitt 8: Isfahan

Von Kashan führt ein gebührenpflichtiger Highway erneut durch die Wüste nach Isfahan. Isfahan ist eine der schönsten Städte Persiens, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Bei Nacht kann man den Musikern auf den historischen Brücken beim Spielen zuhören. Die Innenstadt mit dem Imam Square, vielen Parks, dem Bazaar und vielen Teehäusern ist ein perfekter Ort um mehrere Tage zu verweilen. Das Viana Hotel hat uns für 45 USD pro Nacht eine gute Leistung geboten.

Streckenabschnitt 9: Durch die Wüste nach Yazd

Von Isfahan kann man nach Osten in Richtung Na’in bis zur Oase Garmeh in der Wüste vordringen. Von Garmeh kann man über tolle Pisten durch die Wüste bis in die Wüstenstadt Yazd fahren.

Yazd bietet sich für eine Pause regelrecht an. Es gibt nicht sonderlich viele Sehenswürdigkeiten. Dennoch hat die kleine Wüstenstadt einen tollen Flair. Es lohnt sich den Sonnenuntergang von einer der zahlreichen Dachterrassen anzusehen. Das Marco Polo Rooftop Restaurant im Oriental Hotel ist dabei unser Favorit.

Sowohl für Backpacker als auch für Camper ist das Silkroad Hotel DIE Anlaufstelle in Yazd. Es gibt günstige Zimmer mit Klimaanlage und vor dem Hotel kannst du auch im Fahrzeug schlafen.

Um Yazd herum liegen der Feuertempel in Chak Chak und die Geisterstadt Karanaq, die du entweder auf eigene Faust oder mit geführten Touren besichtigen kannst.

Streckenabschnitt 10: Die alternative Westroute in den Süden

Alternativ zu der Fahrt nach Kashan, Isfahan und Yazd kannst du auch über die Westroute nach Süden fahren. Hierbei fährst du von der Kataleh Khor Höhle in Richtung Kermanshah und weiter nach Khorramabad. Von Khorramabad kannst du weiter nach Süden bis nach Avahz (sehr heiße Region im Sommer) und an den persischen Golf fahren oder nach Osten beidrehen um nach Isfahan zu gelangen. Hier findest du einen schönen Beitrag über Reisen in dieser Region.

Streckenabschnitt 11: Irans Süden

Im Süden wartet die Stadt Shiraz mit den Ruinen des antiken Persepolis auf Reisende. Das Zagros Gebirge bietet wundervolle Ecken zum verweilen an und die Strände des persischen Golfs sind im Winter, Frühjahr und Herbst auch einen Besuch wert.

Das Highlight für Abenteurer ist jedoch die Wüste Lut. Im Sommer ist sie unerbittlich heiß und nicht zu empfehlen. Die Wintermonate sind dafür besser geeignet. In der Wüste Lut kannst du die berühmten Steinformationen Kaluts nordöstlich von Kerman ansteuern oder dein Glück mit einer Expedition mitten durch die Wüste versuchen. Bei der Pistenkuh gibt es dazu einen tollen GPS Track.

Streckenabschnitt 12: Von Yazd nach Mashhad

Wenn du von Yazd den Weg nach Nordosten einschlägst, führt dich die erste Etappe durch die Wüste nach Tabas. Südöstlich von Tabas führt eine Piste von der Straße (Koordinaten: 33.43913, 56.9772) zu einem beeindruckenden Wadi. Berühmter ist  in der Region um Tabas aber eher der Morteza Ali Canyon, in den du sogar herein waten kann.  Camping ist an beiden Stellen möglich.

Weiter nördlich, in Mashhad findest du den heiligen Imam-Reza Schrein, den man unbedingt besuchen sollte. Ansonsten ist Mashhad eine große wilde Stadt, in der man unter anderem sein Turkmenistan Visum abholen kann.

Streckenabschnitt 13: Über Bergstraßen nach Turkmenistan

Bevor du über die Grenzstädte Bajgiran oder Lotfabad nach Turkmenistan ausreist, kannst du über Bergstraßen mit großartigen Ausblicken das Dorf Kalat ansteuern. In diesem kleinen Dorf findet man den Sonnenpalast, ein geplantes Grab für einen Shah, in dem der Shah doch nicht wie geplant begraben wurde.

Heute befindet sich dort ein kleines Museum. Schöner als Kalat ist jedoch der weitere Verlauf der Bergstraße bis nach Dargaz.

Von Dargaz sind es zum Chelmir Park (Koordinaten: 37.3936, 58.870437) am Tandooreh Nationalpark circa 30 Kilometer. Dort lebt die größte Leoparden-Population im Iran. Gerade im Winter hat man Chancen diese Tiere zu sehen. Die Bewohner erzählen uns, dass wir im Sommer frühmorgens viele Tiere beobachten können, allerdings keine Leoparden. Die ziehen sich im Sommer zurück in die geschützten Berge des Nationalparks.

Es gibt in der Region zudem Wölfe, wilde Bergformationen, Pferdefarmen (bei Bojnurd) und wie überall im Iran herzliche Menschen. Wenn du nicht auf den letzten Drücker zur turkmenischen Grenze in Lotfabad aufbrechen möchtest, können wir eine Nacht im Park des kleinen Dörfchens Chapeslu empfehlen. Ein wundervoller kleiner Park, der nicht allzu überbevölkert ist und zelten erlaubt. Falls dann doch eine Großfamilie vorbeikommt, kannst du dich auf viele Selfies gefasst machen.

Auch im Chelmir Park beim Tandooreh Nationalpark ist Camping erlaubt und erwünscht. Entlang des Flusses gibt es jede Menge Schatten, der viele kleinere und größere Stellplätze ermöglicht. Der Eintritt liegt bei 35.000 Rial. Leider nimmt hier, wie an vielen anderen Stellen auf unserer Reise, der Müll der Menschen stetig zu. Mehr als die Beine strecken wir hier nicht ins Wasser.

Streckenabschnitt 14: Über Golestan nach Teheran

Falls du von Teheran gestartet bist, kannst du vom Nordosten Irans über die Provinz Golestan wieder zurück nach Teheran fahren und deine Runde durch den Iran abschließen. Um Teheran herum findest du noch das Alborz Gebirge mit vielen 4.000ern, die im Sommer zu Alpintouren und im Winter zum Skifahren einladen.

Reiseliteratur

Der Medicus

Der Medicus ist ein Historienroman von Noah Gordon, der mir schon sehr früh Lust auf Persien gemacht hat. Definitiv lesenswert, wenn man in den Iran fährt.

Reiseführer vom Reise Know-How Verlag

Unser Begleiter im Iran, denn obwohl wir uns hauptsächlich durch Blogs inspirieren lassen, ist ein Offline Nachschlagewerk nie verkehrt.

Karte vom Reise Know-How Verlag

Wir navigieren mit MAPS.ME aber nutzen auch gerne unsere Karte vom Reise Know-How Verlag. Diese hilft vor allem, wenn man mit Einheimischen Geheimtipps bespricht.

Couchsurfing Geschichten

Stephan Orth bereist als Couchsurfer den Iran und erlebt hinter den verschlossenen Türen wilde Parties und ein ganz anders Verhalten, gegenüber dem konservativen Auftreten der Iraner auf den Straßen. Dieses amüsant geschriebene Buch macht Lust auf den Iran.


 

Dieser Guide basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, sorgfältiger Recherche und Austausch mit Einheimischen in 45 Tagen im Iran im Juni/Juli 2017. Mit der beschriebenen Route kannst du viele, aber nicht alle Highlights im Iran abklappern.  Wir haben, wie du sehen konntest, auch verschiedene Optionen eingebaut. Natürlich kannst du auch dabei variieren.

Wir sind auch nicht alles selbst abgefahren. Shiraz, die Wüste Lut und den Persischen Golf haben wir wegen der Sommerhitze ausgelassen und auch Teheran haben wir nicht besucht, da wir die Zeit lieber in der Iranischen Natur verbracht haben.

Wenn dir dieser Guide weiterhilft, oder du noch deine Highlights ergänzen möchtest, freuen wir uns über einen Kommentar und das Teilen des Beitrags mit anderen Reisenden, die den Iran besuchen möchten.

6

8 comments

  1. Klasse gemacht!!!
    Haben eben mal alles überflogen und können vieles bestätigen. Waren 2015 selber im Iran – nicht zum letzten Mal. Wir werden noch einmal alles in Ruhe studieren …
    Bei gelegentlichen Anfragen zu Iran-Infos würde ich gern den Link weitergeben?
    Euch weiterhin eine gute Zeit.
    Conny & Frank

    1. Liebe Conny, lieber Frank,
      danke für den tollen Kommentar! Gerne dürft ihr den Link verteilen, da freuen wir uns drüber.
      Euch ebenfalls eine gute Zeit!

      Beste Grüße, Claudia und Bernd

  2. Hallo ihr beiden!
    Super informativer Artikel! Wir waren selbst 2016 im Iran und denken super gerne an die Zeit zurück! Ehrlich gesagt habe ich gar nicht mitbekommen, dass es im Juni einen Anschlag in Teheran gab…. Aber wir sehen es genauso. Es ist dort keinesfalls unsicherer als in den europäischen Großstädten!

    Toller Blog, immer spannend zu lesen :-)!
    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Hallo Lisa,
      danke für den lieben Kommentar! 2016 ist ja noch gar nicht so lange her und die Erinnerung wird mit Sicherheit noch viel länger bleiben.

      Cheers,
      Bernd

  3. Hallo Bernd & Claudia,
    Vielen Dank für den tollen Artikel! Wirklich hilfreich, und sehr detailliert.
    Ich war 2014 in Iran, und es war einen der schönsten Reise, die ich je gemacht habe. Ja, ich teile die Meinung: Iraner sind unglaublich gastfreundlich, neugierig, und es gibt so viele kulturelle Highlights. Über Landschaften kann ich weniger berichten, denn ich hatte nur 14 Tage.
    Super, das man jetzt einen Visa On Arrival für 30 Tage bekommen kann.
    Ich werde sicherlich euren Beitrag in meiner Reisebericht über Iran verlinken (in Englisch geschrieben).
    VG aus Paris
    Gilles

  4. Hey Claudia und Bernd,

    wie immer super Artikel, der Lust auf mehr macht. Wir verfolgen eure Reise und Erfahrungen mit Spannung und einer gehörigen Portion Respekt und sind dank euren Berichten am Überlegen, ob wir uns mit dem Bus auch mal in die Richtung aufmachen.

    Eine kleine Anmerkung zu deinem Expertentipp Tampons unter dem Punkt Einkaufen: eine Menstruationstasse erspart viel Geld und Zeit für die Suche, ist gerade auf Reisen sehr hygienisch, umwelt- und resourcenschonend da wiederverwendbar und der Kauf fördert unter Umständen (je nach Marke) soziale Projekte.

    Euch weiterhin alles Gute und liebe Grüße vom Bodensee!

    1. Hallo Marion,
      Definitiv solltet ihr euch mit dem Bus auf dem Weg machen. Die Welt ist einfacher zu bereisen, als wir denken. Danke für den Tipp mit der Menstruationstasse!

      Cheers,
      Bernd

  5. Ich bin Mohammad,

    ich wohne in Österreich und ich komme aus dem Iran.

    ich kann bisschen Deutsch, es ist sehr wichtig fur Iranische Leute, dass sie mogen den Iran.

    Danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*