GriechenlandWeltreise Tagebuch

Von den Meteora Klöstern auf den Olymp

Nach der Vikos Schlucht finden wir unseren Weg nach Meteora, eines der absoluten Must-Sees von Griechenland.

Christliche Mönche flüchteten in die schwer zugängliche Region von Meteora um dort Ruhe vor den osmanischen Besatzern zu haben. Auf den “Säulen des Himmels”, den Sandsteinfelsen von Meteora siedelten jedoch schon deutlich früher Asketen und Eremiten. Immer wieder findet man vor den zahlreichen Höhlen, Mauern, die vor dem Wetter schützen sollten.

Meteora
Höhle mit Schutzmauer

Vom 14. Jahrhundert an wurden dann die Klöster auf die Felsen gebaut. Von den ursprünglich 24 erbauten Klöstern sind heute nur noch 6 bewohnt, die man auch besichtigen kann.

Heute sind die Meteora-Felsen eines der besten Klettergebiete von Griechenland. Die Felsen sind gut erschlossen und ziehen jede Menge Kletterer an! Wir haben leider kein Kletterzeug dabei, begehen aber dennoch die ein oder andere kleine Kletterei ungesichert, bis dann doch der Adrenalinpegel zu hoch steigt (War wohl doch keine 3 … eher eine 4 an der Schlüsselstelle), und wir uns wieder auf normalen Wanderwegen einfinden. Die Ausblicke nutzen natürlich nicht nur wir, sondern auch die Slackliner, die Kletterer, die Pilger und andere Touristen. Bereits jetzt, im April, ist hier ordentlich was los. Im Sommer wird deutlich mehr los sein.

Wir gehen auf den von anderen Reisenden empfohlenen Vrachos Campingplatz, waschen Wäsche, duschen mal wieder lang und heiß, nutzen die sauberen Toiletten und fühlen uns sehr wohl. Wir verköstigen uns mal wieder mit dem Dutch Oven, es gibt diesmal Gemüselasagne. Von wegen nur Konservenfutter. Pfannkuchen, Lasagne, Kässpätzle – wir können eigentlich ganz gut kochen. Die lokalen Gerichte sind uns noch ein Rätsel, aber wir nutzen mehr und mehr die lokalen Produkte, die wir im Supermarkt oder auf dem Markt finden.

Als wir uns die Klöster genauer ansehen wollen, und das nicht direkt am frühen Morgen, werden wir von den Menschenmassen etwas abgeschreckt und bleiben dann doch lieber draußen, in der Natur.

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Von Meteora aus möchten wir nach Thessaloniki, in die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Wie immer, versuchen wir nicht den schnellsten Weg zu finden, sondern suchen uns eine Route über den Olymp aus.

Mit dem Land Rover einmal auf den Götterberg zu fahren, finde ich aufregend. Von Westen gibt es laut Landkarten zwei Wege hinauf. Der eine, Offroad, war leider noch verschneit. Der andere, eine steile, asphaltierte Weg sieht vielversprechend aus. Auf der Karte sehen wir ein Ski-Zentrum, da fahren wir hin.

Oben werden wir allerdings vom Militär überrascht. In dem Fall ist dies ein militärischen Ski Trainingszentrum. Wir parken Calimero und dürfen durch die kleine Basis hindurchlaufen, aber keine Fotos machen.

Auf dem Weg zum Olymp!
Der Olymp vom Meer fotografiert
Auf dem Olymp ist noch gar nicht soooo warm.

So machen wir uns wieder auf den Weg, den Berg herunter um auf die Passstraße in Richtung Meer zu kommen. Wir beobachten einige Longboarder, wie sie die Straße vom Olymp herunterfahren und machen uns dann auf dem Weg, die Küstenstraße entlang, in Richtung Thessaloniki.

Vom Olymp geht es in steilen Kehren direkt ans Meer.
Volle Konzentration benötigt!

In Thessaloniki wollen wir bei den Zampetas Brüdern übernachten. Die beiden haben einen Caravan & Camping Shop. Dort können wir umsonst stehen, WIFI nutzen, (kalt) duschen, das Klo nutzen. Mit dem Bus ist man in einer Stunde mitten in der Stadt. Unser Navi meint es auf dem Weg dorthin wieder gut mit uns. Was ich als “Stadtautobahn” verstehe, ist leider keine Autobahn, sondern einfach nur eine Straße mitten durch die Stadt. Man hätte ja auch den Autobahnring nehmen können. So muss ich meinen Hut zurecht rücken und mich voll auf den Stadtverkehr konzentrieren.

Durch diese Abkürzung, kommen wir dann doch leicht schweißgebadet bei den Zampetas Brüdern an. Nach so viel Bergsträßchen und kaum Verkehr, fanden wir den Stadtverkehr doch etwas anstrengend.

Wir entdecken die Stadt zu Fuß und mit dem Kulturbus, in welchem man für 2 Euro eine kommentierte Stadtrundfahrt bekommt. Spannend finden wir, wie die verschiedenen Herrscher die Stadt, aber auch das Land geprägt haben. Die Osmanen, das byzantinische Reich, die Zeit unter Alexander dem Großen. Alle haben ihren Stempel hinterlassen. Die Stadt ist geprägt von Hamam-Bädern, byzantinischen Kirchen und Klöstern, Statuen von Athena, Aphrodite und Alexander dem Großen.

Doch die Moderne hat den größten Stempel hinterlassen. Um die Ruinen herum herrscht wilder Trubel und leider nicht so schöne Bauten.

Teilweise wurde über die alten Ruinen drüber gebaut, so dass anstatt Tiefgarage, eine archäologische Stätte unter dem Gebäude bleibt.

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Wir verabschieden uns nach nur kurzer Zeit von Saloniki, denn wir sind mit Rebecca verabredet. Bei ihr möchten wir drei Tage im Tierheim bei der Dokumentation des Tierbestandes unterstützen.

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One comment

  1. Guten Morgen Ihr beiden Weltenbummler! Chapeau… bin ganz begeistert von Eurem Blog, Euren Reisegeschichten. Nur beim “Liken” will ich es nicht belassen. Ich finde Eure Beiträge zu wertvoll für umme. Richtet doch eine Art Unterstützerkonto auf Eurer Seite ein. Crowdfunding. Im Prinzip so wie das die Leute auf startnext.com machen. Als kleines Dankeschön könnt Ihr individuelle Postkarten, kleine Souvenirs oder gleiches anbieten. So eine Aktion macht Euch das Reisen leichter und wir Daheimgebliebenen leisten gerne einen Obolus fürs virtuelle Mitreisen! Ist nur so ne Idee…. Euch weiterhin ganz viel Freude, unvergessliche Momente und noch mehr Glück! Herzliche Grüsse aus SCHLOSS KIRCHBERG, Nina

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