UsbekistanWeltreise Tagebuch

Das Herz der Seidenstraße – Usbekistan

Mittlerweile sind wir ganz schön weit weg von Zuhause. Wir haben das Land des verrückten Diktators hinter uns gelassen und sind in Usbekistan angekommen.

Ungeplant fahren wir im Dunkeln von der Grenze nach Bukhara. Das ist eine schlechte Idee. Die Straßen sind wirklich miserabel und es fahren viele Fahrzeuge ohne Licht. Zudem befinden sich immer wieder Menschen mit ihren Eseln auf der Straße. Wir fahren mit einem tschechischen Pärchen im Konvoi um die Lichtausbeute von Calimero zu teilen.

Als wir in Bukhara in Rumys Hostel ankommen, wartet Rhys schon auf uns. Der Radfahrer aus England, den wir schon in der Türkei und in Georgien getroffen haben, ist am gleichen Tag in Bukhara angekommen. Was für eine großartige Leistung. Während wir durch den Iran gefahren sind, ist er nach Azerbaijan geradelt, mit der Fähre über das Kaspische Meer gefahren und dann durch die kasachische und usbekische Wüste bis nach Bukhara gefahren.

Bierchen im Hostel mit Rhys

Bukhara ist eine der Städte, die man besichtigen muss, wenn man auf der Seidenstraße unterwegs ist.  Heute scheint sie ein Nadelöhr für Touristen auf dem Weg nach Osten zu sein. Wir treffen viele, die entweder gerade vom Pamir Highway kommen oder eben diesen anpeilen.

Das Kalon-Minarett, das Wahrzeichen der Stadt, ist sehr beeindruckend. Dschingis Khan hat. laut einer Legende, bei seiner Eroberung nach oben gesehen und dabei seinen Hut verloren. Das hat ihn dazu gebracht, das Minarett zu verschonen. Heute ist Bukhara verdientermaßen ein UNESCO Weltkulturerbe.

Nach zwei Monaten, in denen wir kaum Reisende getroffen haben, sind wir überrascht, so viele zu treffen. Francesca und Jamie sind aus England los geradelt, Estel aus Spanien und Johanna aus Dresden. Wir treffen auch irische, schwedische und australische Radfahrer, einige Backpacker und ein Paar aus der Schweiz, die mit einem gemieteten 4×4 über den Pamir gefahren sind.

Wir genießen die Atmosphäre des Hostels, das tolle Frühstück, die Dusche und das Klo, schlafen aber in Calimero. Jeden Abend erkunden wir die Stadt und sind erstaunt von dieser Perle der Seidenstraße.

Auf der Seidenstraße machen wir uns auch weiter auf den Weg nach Samarkand. Auch diese Stadt entzückt uns mit ihrer Architektur. Leider fühlen wir uns im dortigen Hostel nicht sehr wohl, da das Bad sehr dreckig ist und wir vor dem Hostel ziemlich im Stadttrubel stehen.

Der Registan Platz in Samarkand ist dafür aber umso beeindruckender. Ich bin etwas angefressen, da wir keine tollen Fotos hinbekommen. Sowohl am Abend als auch am Morgen bekommen wir nicht das richtige Licht und ziehen ohne . Da wir uns im Hostel nicht wohl fühlen, fahren wir weiter – in Richtung Grenze.

usbekistan samarkand
Registan Platz bei Nacht
usbekistan samarkand
Registan Platz ebenfalls bei Nacht

In Usbekistan ist es schwer an Diesel zu kommen und noch schwerer, guten zu erwischen. Daher möchten wir mit einer Tankfüllung durchs Land kommen und lassen daher Tashkent, die Hauptstadt aus. Wir ziehen nach Süden und verbringen einige wundervolle Tage und Nächte in den usbekischen Bergregionen. Auf den Straßen fahren unglaublich viele kleine Minibusse, in denen Melonen oder Menschen transportiert werden.

Usbekistan ist für uns ein kurzes Intermezzo, denn uns zieht es nun in Richtung Pamir Gebirge. Wir möchten raus aus den heißen Wüstenregionen und freuen uns auf Tajikistan.

 

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2 comments

  1. Hallo FN ers!
    Mal wieder klasse inclusive your pics.
    Lass uns doch mal die Herberge wissen (GPS, ) in der ihr in Buhkara wart! Bitte.
    Weiterhin mal Hamaba kahle und Totsiens

    1. Hey – die Herberge war „Rumys Hostel“ – An GPS Koordinaten komme ich gerade nicht heran. Ist aber in MAPS.ME und im iOverlander zu finden 🙂

      Cheers,
      Bernd

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