Was geben wir so aus, wofür? Wie viele Kilometer fahren wir? Wie viele Schäden haben wir Hier gibt’s was für Zahlenfetischisten, Statistikfälscher und Analystenköpfe.

Für die eigene Budgetplanung haben wir viel recherchiert und vor der Reise zusammengetragen, was eine Weltreise im Fahrzeug kosten sollte. Vor der Reise ist der größte Kostenblock der Aufbau des Fahrzeugs, auch das haben wir festgehalten: Soviel kostet unser Reisemobil!

Hier kannst du sehen, ob wir in unserem Budgetrahmen bleiben.

Bereiste Länder

2017

März: Deutschland

April: Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Griechenland

Mai: Türkei, Georgien

Juni: Georgien, Armenien, Iran

Juli: Iran, Turkmenistan, Usbekistan

August: Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan

September: Kirgisistan, China

Oktober: Pakistan, Indien

November: Indien

Dezember: Indien

2018

Januar: Indien

Februar: Deutschland

März: Kanada – Nova Scotia

April: KanadaNova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island

Mai: Kanada – Nova Scotia und Neufundland

Juni: KanadaNeufundland und Labrador

 

Was kostet uns der Spaß

Wir schreiben akribisch auf, was uns das alles kostet. Es war eine der wichtigsten Fragen für uns, bevor wir losgefahren sind.

Kostenstatistik 2017

Wir benötigen für das Kalenderjahr 2017 unserer Weltreise im Land Rover 1056 Euro im Monat beziehungsweise 34,56 Euro am Tag. Darin sind wirklich alle Kosten enthalten. Allerdings haben wir sowohl die Auslandskrankenversicherung (486 Euro pro Person pro Jahr) als auch Steuer und Versicherung für Calimero und den ADAC am Jahresanfang bezahlt, dadurch ist das in 2017 nicht während der Reise angefallen. Ebenso haben wir einige Visas vor Reiseantritt bezahlt. Das waren auf die Reisedauer umgelegt circa 1500 Euro extra womit wir bei ziemlich genau 40 Euro am Tag landen würden. Ab 2018 sind all diese Kosten auf die Monate verteilt mit aufgeführt.

Kostenstatistik 2018

2018 startete mit Verschiffung und Flügen deutlich teurer als 2017. Unser Tagesschnitt liegt zum 1. Juni bei 51 Euro. Damit steigt der Schnitt weiter langsam. Wir haben zwei teure Investments gehabt (Drohne und Kamera-Body) , die wir aber über unser Gewerbe laufen lassen und daher nicht hier auftauchen. Da Januar bis März sehr teuer waren, sind wir froh, dass wir im April wieder unter Budget sind. Das konnten wir im Mai nicht halten. Ein neuer Reifen sowie die Fähre nach Neufundland haben ihren Anteil, aber auch die Lebenshaltungskosten sind hier einfach teurer. Auch der Juni war über Budget, da wir VIEL mehr gefahren sind als sonst, Reparaturen an Calimero hatten und auch eine Schutzgebühr für unseren neuen Mitfahrer gelöhnt haben.

Man sieht deutlich, dass wir für Attraktionen und Touren relativ wenig Geld ausgeben. Wir begnügen uns meist mit kostenfreien oder günstigen Sehenswürdigkeiten (die Natur!). Bis zur Ankunft in Kanada konnten wir Internetnutzung separat sehen, jetzt gehen wir häufig Kaffee-Trinken,was unter die Lebenshaltungskosten fällt.

Da uns viele darauf hinweisen, dass Sprit wohl der größte Batzen sei … möchte ich klarstellen, dass uns der Sprit eigentlich relativ wenig berührt. Die Kosten für den Liter waren fast überall günstiger als in Deutschland (14 Cent pro Liter im Iran, 76 Cent in Kirgisien, 96 Cent in Kanada um ein paar Beispiele zu nennen) und Calimero verbraucht für ein Reisemobil relativ wenig Diesel.

Übernachtungskosten fallen für Campingplätze, eine Nacht im B&B oder in den asiatischen Städten vor einem Hostel an und wären meiner Meinung nach vermeidbarer, würden wir kein Hubdach, sondern einen Festaufbau haben. Damit würden wir uns bei urbanem freiem stehen wohler fühlen.

Kostenstatistik zum 1. Juli 2018

Unsere Kosten teilen sich seit der Verschiffung von Indien nach Kanada stark verändert auf. Mit Abstand sind nun Flüge und Verschiffung der teuerste Posten, was allerdings von vorneherein eingeplant war. Die Lebenskosten nehmen in Nordamerika einen ebenfalls größeren Batzen ein, dafür konnten wir beispielsweise im April komplett kostenfrei übernachten.

Kostenaufteilung zum 1. Juli 2018

Kumulativ betrachtet sieht man deutlich den monatlichen Kostenanstieg nach 10 Monaten. Wir haben uns zu Beginn unserer Reise gegen eine Verschiffung von Deutschland nach Kanada entschieden um genau diesen Sprung erst später zu haben. Wir wollten nicht mehrere Tausend Euro ausgeben ohne einen Kilometer gefahren zu sein. Dafür kommen die Kosten nun erhöht nach einem Jahr, denn die Verschiffung plus Flüge aus Indien waren deutlich teurer.

Kumulative Statistik zum 1. Juli 2018

Alles in allem bewegen wir uns knapp über dem von uns gesetzten Budget und sind sehr zufrieden damit. Wir könnten deutlich mehr ausgeben, aber auch deutlich weniger. Diese Zahlen kann man nicht als repräsentativ betrachten, geben aber eine Idee, was eine solche Reise kosten kann.

Und wie sieht es bei den Einnahmen aus?

Wir möchten transparent sein und teilen auch gerne unsere Einnahmenseite. Sei mir nicht böse, aber diese habe ich nicht auf den Euro festgehalten.Vorteilhaft waren für uns vor allem die Steuerrückzahlungen für 2016  und 2017, mit denen wir beinahe das komplette Reisejahr 2017 finanzieren konnten. 2016 hat die Hochzeit die Steuerrückzahlung begünstigt und 2017 die Tatsache, dass wir nur ein paar Monate beschäftigt waren.

Auch bekommen wir finanzielle Zuwendung von der Familie (Weihnachten, Geburtstag, ein großartiges Hochzeitsgeschenk …). Zusätzlich kam eine Finanzspritze über die Rückzahlungen meiner Firmenrente der ZF.

Wir verdienen auch ein paar Euro mit dem Blog (Nebengewerbe), haben aber auch jede Menge Ausgaben mit dem Betrieb. Um transparent zu sein liegt da unser Einnahmenüberschuss im Jahr 2017 bei -123 Euro. Für 2018 sieht das ein bisschen positiver aus. 🙂 Stand 1. Juni 2018: +120 Euro

Kilometer und Dieselverbrauch

Stand: 01.06.2018

Gefahrene Kilometer: 36.152
Getankter Diesel: 3882 Liter
Durchschnittlicher Dieselpreis: 0,78 €/Liter

Daraus ergibt sich ein Verbrauch von 10,91 Litern auf 100 Kilometer (Achtung: Standheizung zählt auch mit rein)

Kniffelstatistik

Wir haben drei Spiele an Bord, die wir regelmäßig spielen. Skipbo, Level 8 und Kniffel. Für Kniffel haben wir eine fortlaufende Statistik erstellt, die ich euch, solange ich führe, nicht vorenthalten möchte.

Reparatur & Wartungslogbuch

Ich habe im Nachgang “Nachfüll-Operationen” entfernt, sagen wir es so … ich prüfe zwischen zweimal am Tag und einmal die Woche, je nach Distanzen die Flüssigkeiten. Wenn etwas zu wenig drin ist, wird nachgefüllt. Außerdem wird regelmäßig abgeschmiert.

 

März

  • Wir kaufen uns am zweiten Tage der Reise einen internationalen Diesel Aufkleber für Calimero. Wer weiß ob uns das irgendwann mal den *rsch rettet.

April

  • Verlust von 3 Ventilkappen – Neue bekommen wir in Albanien geschenkt.

Mai

  • Längslenkerbuchsen, Hinterachse Aufhängung Kugelkopf & Buchsen, Ölcheck, Keilriemen,Turbo, Wasserleck, Gummi Luftfilterkasten, Treeslider besser befestigen, Entlüftungsschlauch nicht Ölresistent (das zweite mal), Mitnehmer neu abgedichtet – alles bis auf den Turbo war geplant.
Juni
  • Zwei neue HD Mitnehmer aus Deutschland (Claudia bringt sie vom kurzen Heimatbesuch mit)
  • Calimero ist einmal heiß geworden. Wir haben Kühlwasser nachgefüllt, den Luftfilter getauscht, dann war wieder alles in Ordnung.
  • Drei Schrauben der Radnabe waren ausgelutscht, neue Gewinde gabs umsonst in Ardebil im Iran (hat das Problem aber nicht nachhaltig gelöst)
Juli
  • Motorölwechsel in einem Wüstenort in der Nähe von Yazd
  • Kupplungs-Geberzylinder getauscht, da undicht. Ersatzteil ist 25 Jahre alt, tut aber für beinahe ein Jahr einen guten Dienst
  • Ölleck an der Vakuumpumpe – Abdichtungsversuch bleibt erfolglos.
  • Spurstange hat sich bei einer Offroad Einlage verbogen, wurde wieder gerade gebogen.
  • Erster Platten – Nagel eines Pferdehufeisens (selbst geflickt)
  • Erhöhter Verlust von Verteilergetriebeöl – wir müssen öfter prüfen und nachfüllen
  • Immer wieder wird Calimero heiß und wir müssen in abkühlen lassen
  • Rücklicht und Standlicht Beifahrerseite fallen immer wieder aus, die Sicherung fällt aus – ich kann den Fehler nicht finden.
 August 
  •  Ölwanne neu abgedichtet & zweiter Ölwechsel
  • Abgebrochene Tankentlüftung geschweißt, da großer Dieselverlust auf dem Pamir Highway
  • Kühlwasserverlust auf dem Pamir Highway – nur über 4000 Meter, mit Rescue Tape wird ein Schlauch gefixt und eine Klemme ersetzt.
  • Kaputter Auspuff geschweißt
  • Bremsen entlüftet
  • Lenkungsschrauben nachgezogen
  • Generell viele Schrauben nach dem Pamir Highway nachgezogen
 September 
  • Erneutes Leckage am Tank
  • Ausleger Beifahrerseite vorne beinahe abgebrochen, frisch geschweißt.
  • Standheizung funktioniert nicht bei Tank unter 1/4 – erst im Nachhinein finden wir heraus, dass das mit der Tankundichtigkeit zusammen hängt. Die Spritpumpe für den Motor hat kein Problem mit etwas Luft im angesaugten Diesel, die Standheizung schon.
 Oktober 
  • Nagel im Reifen (selbst geflickt)
  • Spurstange erneut verbogen bei scharfem Abbremsen und links lenken (Ausweichmanöver) – wieder gerade gebogen
  • Schraube am Mitnehmer (immer der gleiche – hinten Beifahrerseite) abgebrochen und zwei durchgenudelt, drei neue Schrauben montiert.
  • Kleiner Schlauch am Turbo abgeplatzt, Ersatz vom Tuktuk Fahrer montiert
 November 
  • Verlust von Verteilergetriebeöl wird stärker
 Dezember 
  • Kanister von Reimo kaputt gegangen, 2 Hosen gerissen, ein Reißverschluss am Hubdach abgebrochen … viel Kleinkram aber da Calimero am Strand steht, kann nicht viel an der Technik kaputt gehen.
 2018 – Januar
  • Bremsen gecheckt, alle Öle gecheckt, Spur eingestellt
  • Stärkerer Ölverlust an den Halbkugeln vorne
 2018 – Februar
  • Nichts – da Fahrzeug auf Schiff – Wir packen vorsorglich Kupplungs-Geberzylinder und Vakuumpumpe, sowie ein Bremssattel-Überholkit ein.
 2018 – März
  • Tank abgedichtet – leider nicht alle Undichtigkeiten beseitigt
  • Austausch der Vakuumpumpe, die bereits seit dem Iran undicht ist und seit der Ankunft in Kanada komplett ausgestiegen ist
  • Kupplungsgeber aus dem Iran beginnt undicht zu werden – vorerst ignoriert
  • Endlich herausgefunden, warum das Rücklicht auf der Beifahrerseite nicht funktioniert. Kaputtes Stromkabel am Lichteinstellungsmotor repariert und Sicherung getauscht. Das Rücklicht hängt mit dem Einstellungsmotor an der gleichen Sicherung.
  • Dritter Ölwechsel und neuer Ölfilter
  • Kaputter Reifen (Riss an Flanke) wird entsorgt und der Reservereifen wird auf die freie Felge gezogen. Der schon benutzte Ersatzreifen kommt zum Einsatz.
 2018 – April
  • Ruhe – nur typische Wartung (Flüssigkeiten und Abschmieren)
 2018 – Mai
  • Neuer Reifen – Beim Offroaden habe ich einen Reifen zerstört, ein ganzer Profilblock ist ausgerissen. Vorne nun zwei nigelnagelneue Reifen. Das hält nun eine Weile.
 2018 – Juni
  • Austausch des Kupplungsgeberzylinders (das 25-jährige Ersatzteil aus dem Iran hat nicht lange gehalten) und Sicht-Prüfung des Nehmerzylinders
  • Größeres Leck an beiden Differentialen zur Kardanwelle. Vor allem an der Hinterachse verlieren wir so viel Öl, dass wir beinahe täglich nachfüllen müssen. Das ist das erste Mal, dass wir Ersatzteile aus Europa bestellen.
  • Der hintere Teil vom Auspuff wird sich bald verabschieden, daher fixieren wir ihn mit Draht, bis wir Ersatz bekommen.
  • Der hintere Teil vom Auspuff hat sich verabschiedet, neuer Auspuff ohne Endtopf und Mittelschalldämpfer eingebaut.
  • Differentialdichtungen repariert und Auspuff geflickt für den Trans-Labrador-Highway

 

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